Esken ern­tet Zustim­mung und Wider­spruch für Ukraine-Vorstoß

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Reak­tio­nen auf Saskia Eskens Aus­sa­ge, sie wün­sche sich einen Sieg der Ukrai­ne, fal­len in der SPD gemischt aus. Der Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ker Andre­as Schwarz stell­te sich am Don­ners­tag klar an ihre Sei­te. „Im ver­gan­ge­nen Früh­jahr war die vor­sich­ti­ge Hal­tung rich­tig”, sag­te Schwarz dem „Spie­gel” in der aktu­el­len Ausgabe. 

„Jetzt dau­ert der Krieg aber fast ein Jahr, Putins Trup­pen legen die Ukrai­ne in Schutt und Asche.” Russ­land zeig2 kei­ne Bereit­schaft für Ver­hand­lun­gen, so der SPD-Poli­ti­ker. „Des­halb müs­sen wir jetzt klar sagen: Die Ukrai­ne muss die­sen Krieg gewin­nen.” Esken hat­te zuvor die Fra­ge bejaht, ob sie sich einen Sieg der Ukrai­ne wün­sche. Die Par­tei­che­fin posi­tio­niert sich damit offen­si­ver als Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz und ande­re füh­ren­de Sozi­al­de­mo­kra­ten, die seit Mona­ten ver­mei­den, von einem Sieg der Ukrai­ne als Ziel zu spre­chen und statt­des­sen beto­nen, Russ­land dür­fe den Krieg nicht gewin­nen. „Die Ukrai­ne muss den Krieg gewin­nen. Bei die­ser Ziel­for­mu­lie­rung stim­me ich mei­ner Par­tei­vor­sit­zen­den zu”, sag­te der Außen­po­li­ti­ker Adis Ahme­to­vic. „Wir dür­fen nicht zulas­sen, dass Russ­lands Impe­ria­lis­mus ter­ri­to­ria­le Gren­zen ver­schiebt. Es geht um die Wah­rung von Demo­kra­tie, Frie­den und Frei­heit in ganz Euro­pa.” Anders sieht es der Par­tei­lin­ke Ralf Ste­g­ner. Er bleibt bei der Aus­sa­ge von Scholz, Russ­land dür­fe den Krieg nicht gewin­nen. Man unter­stüt­ze die Ukrai­ne „ohne deut­sche Allein­gän­ge auch mili­tä­risch”, sag­te Ste­g­ner. Das sage alles aus, was dazu zu sagen sei. „Ich hal­te nichts davon, sich trei­ben zu las­sen im öffent­li­chen Pro­fi­lie­rungs­wett­be­werb um immer här­te­re For­de­run­gen bei Waf­fen­lie­fe­run­gen und dras­ti­sche­re For­mu­lie­run­gen als Gesinnungsnachweis.”

Foto: Ukrai­ni­sche Flag­ge auf dem Par­la­ment in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

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