Esken setzt auf Sieg der Ukraine

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die SPD-Vor­sit­zen­de Saskia Esken setzt im Krieg gegen Russ­land auf einen Sieg der Ukrai­ne und ver­än­dert damit die Ton­la­ge ihrer Par­tei. Auf die Fra­ge, ob sie sich wün­sche, dass die Ukrai­ne die­sen Krieg gewin­ne, sag­te Esken dem „Spie­gel” in der aktu­el­len Aus­ga­be: „Ja.” Die Par­tei­che­fin posi­tio­niert sich damit offen­si­ver als Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz und ande­re füh­ren­de Sozi­al­de­mo­kra­ten, die seit Mona­ten ver­mei­den, von einem Sieg der Ukrai­ne als Ziel zu spre­chen und statt­des­sen sagen, Russ­land dür­fe den Krieg nicht gewinnen. 

Auch unter den Kabi­netts­mit­glie­dern gibt es bis heu­te gro­ße Zurück­hal­tung, von einem Sieg der Ukrai­ne zu spre­chen. Esken schloss zudem die bal­di­ge Lie­fe­rung west­li­cher Kampf­pan­zer nicht aus. „Wir unter­stüt­zen die Ukrai­ne im Kampf gegen den rus­si­schen Aggres­sor seit dem ers­ten Tag huma­ni­tär, finan­zi­ell und auch mit Waf­fen­lie­fe­run­gen und Sank­tio­nen”, so die SPD-Vor­sit­zen­de. „Unse­re Unter­stüt­zung wur­de und wird suk­zes­si­ve aus­ge­wei­tet und den Erfor­der­nis­sen ange­passt. Wir tun das in guter Abstim­mung mit unse­ren inter­na­tio­na­len Part­nern, aber sol­che Abstim­mun­gen fin­den nicht in der Öffent­lich­keit statt.”

Foto: Ukrai­ni­sche Flag­ge auf dem Par­la­ment in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.