Esken will Gel­der für benach­tei­lig­te Schü­ler auf 2023 vorziehen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – SPD-Che­fin Saskia Esken hat Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner (FDP) dazu auf­ge­for­dert, Mit­tel aus dem Haus­halt für das kom­men­de Jahr für benach­tei­lig­te Grund­schü­ler vor­zu­se­hen. „Der­zeit ver­lie­ren wir viel zu vie­le Schü­ler, bei einem Vier­tel von ihnen ist der Miss­erfolg des Bil­dungs­wegs schon in der Grund­schu­le besie­gelt. Das ist indi­vi­du­ell und gesell­schaft­lich mas­siv unge­recht, aber wir kön­nen es uns auch volks­wirt­schaft­lich schlicht nicht leis­ten”, sag­te Esken der „Rhei­ni­schen Post” (Don­ners­tags­aus­ga­be).

„Des­we­gen müs­sen wir an den Schu­len inves­tie­ren. Das Start­chan­cen­pro­gramm für Schu­len mit benach­tei­lig­ter Schü­ler­schaft, das wir dafür im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart haben, kann nach jet­zi­gem Stand auf­grund beschränk­ter Haus­halts­mit­tel erst 2024 gestar­tet wer­den. Das ist viel zu spät”, sag­te Esken. „Ich plä­die­re dafür, das in einer ers­ten Stu­fe für die Grund­schu­len schon im kom­men­den Jahr auf den Weg zu brin­gen”, so die SPD-Poli­ti­ke­rin. Sie rech­net zudem damit, dass auch im kom­men­den Jahr die Schul­den­brem­se nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann – ent­ge­gen der Hal­tung Lind­ners. „Aus mei­ner Sicht wer­den wir auf­grund der Kri­sen die Schul­den­brem­se auch im nächs­ten Jahr nicht ein­hal­ten kön­nen. Grund­sätz­lich habe ich Ver­ständ­nis für die Hal­tung des Finanz­mi­nis­ters – wir kön­nen ja nicht dau­er­haft über unse­re Ver­hält­nis­se leben. Wir müs­sen aber auch dafür sor­gen, dass der Staat in der Lage ist, die viel­fäl­ti­gen Aus­ga­ben auch zu erfül­len”, sag­te Esken.

Foto: Klas­sen­raum in einer Schu­le, über dts Nachrichtenagentur

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