EU ver­ur­teilt Ent­füh­rung von Kin­dern aus der Ukrai­ne scharf

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Euro­päi­sche Uni­on hat die anhal­ten­den Ent­füh­run­gen von Tau­sen­den Kin­dern aus der Ukrai­ne durch rus­si­sche Trup­pen scharf ver­ur­teilt und ihre schnel­le Frei­las­sung gefor­dert. „Berich­te über Zwangs­um­sied­lun­gen von Kin­dern nach Russ­land sind zutiefst ver­stö­rend. Die EU ver­ur­teilt die­se Taten auf das Aller­schärfs­te”, sag­te der Hohe Ver­tre­ter der EU für Außen- und Sicher­heits­po­li­tik, Josep Bor­rell, der „Welt” (Mitt­wochs­aus­ga­be).

Die Umsied­lun­gen von Kin­dern stell­ten „eine Ver­let­zung inter­na­tio­na­len Rechts” dar, so Bor­rell wei­ter. „Die Rech­te und die Wür­de aller Kin­der müs­sen zu jeder Zeit respek­tiert und bewahrt wer­den.” Im letz­ten Sank­ti­ons­pa­ket im Dezem­ber 2022 habe „die EU Straf­maß­nah­men gegen die­je­ni­gen Per­so­nen ver­hängt, die für die­se Depor­ta­tio­nen ver­ant­wort­lich sind”, sag­te der EU-Chef­di­plo­mat wei­ter. Nach Anga­ben des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Selen­skyj von Mit­te Novem­ber 2022 sind min­des­tens 11.000 Kin­der ent­führt wor­den. „Aber das sind nur die, von denen wir wis­sen. In Wahr­heit sind mehr ver­schleppt wor­den”, sag­te er damals in sei­ner abend­li­chen Video-Anspra­che. Grund­la­ge der „Adop­tio­nen” ist ein Dekret von Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin vom 30. Mai des ver­gan­ge­nen Jah­res, das die Auf­nah­me ukrai­ni­scher Wai­sen­kin­der in Russ­land deut­lich vereinfacht.

Foto: EU-Fah­nen, über dts Nachrichtenagentur

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