EZB-Rats­mit­glied kün­digt wei­te­re Zins­er­hö­hun­gen an

Ams­ter­dam (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Klaas Knot, Chef der Nie­der­län­di­schen Zen­tral­bank DNB und damit Rats­mit­glied der EZB, hat wei­te­re deut­li­che Zins­er­hö­hun­gen im Euro­raum ange­kün­digt. „Es ist abso­lut klar, dass wir noch eini­ge kräf­ti­ge Zins­er­hö­hun­gen brau­chen wer­den”, sag­te Knot dem öffent­lich-recht­li­chen TV-Sen­der NPO 1. Und die­se Zins­er­hö­hun­gen wür­den auch nicht so schnell enden. „Wir gehen jeden­falls davon aus, dass wir im Febru­ar und März einen hal­ben Pro­zent­punkt an Zin­sen zule­gen werden.” 

Und wei­ter sag­te Knot: „Damit sind wir noch nicht fer­tig, also wird es im Mai und Juni noch wei­te­re geben”, sagt Knot. Gleich­zei­tig zeig­te er sich in Bezug auf die nie­der­län­di­sche Wirt­schaft opti­mis­tisch: „Es besteht eine reel­le Chan­ce, dass wir eine Rezes­si­on ver­mei­den kön­nen.” Wenn es über­haupt zu einer Rezes­si­on kom­me, wer­de die sehr mild sein. „Nichts, wor­über man sich wirk­lich Sor­gen machen müss­te.” Auch die Infla­ti­on wer­de zurück­ge­hen. Aktu­ell liegt der EZB-Leit­zins bei 2,5 Pro­zent und der Ein­la­ge­zins bei 2,0 Pro­zent. Bewahr­hei­tet sich Knots Ankün­di­gung, läge der Leit­zins schon im März bei 3,5 und der Ein­la­ge­zins bei 3,0 Pro­zent. Dar­an ori­en­tie­ren sich bei­spiels­wei­se auch Zin­sen, die Ver­brau­cher für ihr Spar­gut­ha­ben bekom­men und für Kre­di­te zah­len. His­to­risch lag der Tages­geld­zins in den letz­ten Jahr­zehn­ten meist sogar einen hal­ben Pro­zent­punkt über dem Leit­zins und Zin­sen für Immo­bi­li­en­kre­di­te noch höher.

Foto: EZB, über dts Nachrichtenagentur

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