Fae­ser ver­ur­teilt Aus­schrei­tun­gen in Lützerath

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) hat die Aus­schrei­tun­gen bei den Demons­tra­tio­nen in Lüt­zer­ath scharf kri­ti­siert. Für Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te gebe es kei­ner­lei Recht­fer­ti­gung, sag­te sie am Mon­tag. „Mit bren­nen­den Bar­ri­ka­den, einem ein­sturz­ge­fähr­de­ten Tun­nel und wack­li­gen Baum­häu­sern in gro­ßer Höhe haben Akti­vis­ten nicht nur sich selbst in gro­ße Gefahr gebracht, son­dern auch die Einsatzkräfte.” 

Das sei „ver­ant­wor­tungs­los”. Die „vie­len ver­letz­ten Poli­zis­ten” sei­en eine bit­te­re Bilanz des Ein­sat­zes. Gegen Gewalt­tä­ter wer­de „kon­se­quent ermit­telt”, so Fae­ser. Poli­ti­sche Kon­flik­te dürf­ten nicht auf dem Rücken von Poli­zei­be­am­ten aus­ge­tra­gen wer­den, füg­te sie hin­zu. „Wer sei­ne Anlie­gen mit Gewalt erzwin­gen will, ver­lässt den demo­kra­ti­schen Dis­kurs – und ris­kiert den Rück­halt unse­rer Gesell­schaft für den Kampf gegen die Kli­ma­kri­se.” Des­halb hät­te sie eine „kla­re Distan­zie­rung der vie­len fried­lich Demons­trie­ren­den von jeder Form der Gewalt erwar­tet”, so die SPD-Poli­ti­ke­rin. Sie bekräf­tig­te aller­dings auch, dass „ein­zel­ne Vor­wür­fe der Gewalt durch Poli­zei­be­am­te” geprüft wür­den. „Wenn sich die Vor­wür­fe bestä­ti­gen, müs­sen die­se Kon­se­quen­zen haben.”

Foto: Demo bei Lüt­zer­ath am 14.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

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