Fae­ser will rasche Bestra­fung von Silvester-Tätern

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach den Angrif­fen auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zis­ten in der Sil­ves­ter­nacht hat Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) eine rasche und ent­schie­de­ne Bestra­fung der Täter ver­langt. „Wir haben in deut­schen Groß­städ­ten ein gro­ßes Pro­blem mit bestimm­ten jun­gen Män­nern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund, die unse­ren Staat ver­ach­ten, Gewalt­ta­ten bege­hen und mit Bil­dungs- und Inte­gra­ti­ons­pro­gram­men kaum erreicht wer­den”, sag­te Fae­ser den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Don­ners­tag­aus­ga­ben). Die Poli­zei müs­se kon­se­quent in Brenn­punk­te hineingehen. 

„Jun­ge Gewalt­tä­ter müs­sen schnel­le und deut­li­che straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen spü­ren. Die Stra­fe muss auf dem Fuße erfol­gen. Das schafft Respekt vor unse­rem Rechts­staat”, sag­te die Minis­te­rin. Der Staat dür­fe es nicht zulas­sen, dass jun­ge Gewalt­tä­ter ihre Vier­tel ter­ro­ri­sier­ten. „Unter ihnen lei­det die gan­ze Nach­bar­schaft, dar­un­ter ins­be­son­de­re vie­le Men­schen mit Migra­ti­ons­ge­schich­te – auch unter ihnen gibt es null Ver­ständ­nis für Gewalt und Ran­da­le. Wir haben die Pflicht, sie zu schüt­zen.” Fae­ser will gewalt­be­rei­ten Inte­gra­ti­ons­ver­wei­ge­rern Gren­zen auf­zei­gen. „Mit har­ter Hand und kla­rer Spra­che – aber ohne ras­sis­ti­sche Res­sen­ti­ments zu schü­ren.” Die SPD-Poli­ti­ke­rin sag­te, wer die not­wen­di­ge Debat­te aus­nut­ze, um aus­zu­gren­zen, löse das Pro­blem nicht, son­dern ver­stär­ke es. Das Rezept müs­se lau­ten: „So viel Repres­si­on wie nötig und so viel Prä­ven­ti­on wie möglich.”

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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