Fami­li­en­mi­nis­te­rin will Mut­ter­schutz auch für Selbstständige

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Fami­li­en­mi­nis­te­rin Lisa Paus will den Mut­ter­schutz auch für beruf­lich Selbst­stän­di­ge öff­nen. „Gleich­be­hand­lung zwi­schen Selbst­stän­di­gen und Ange­stell­ten ist nicht ganz ein­fach. Aber es muss auch Selbst­stän­di­gen mög­lich sein, ohne zu hohe Hür­den eine Fami­lie grün­den zu kön­nen”, sag­te die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin den Zei­tun­gen der Funke-Mediengruppe. 

„Daher soll­ten wir auch die Frei­stel­lung für Selbst­stän­di­ge ermög­li­chen.” Paus kün­dig­te an, auch den geplan­ten Vater­schafts­ur­laub im Mut­ter­schutz zu regeln. Das Geld dafür soll nach den Wor­ten der Minis­te­rin aus einem Fonds beim Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um kom­men, der von den Arbeit­ge­bern gespeist wird. Als Start­ter­min für den Vater­schafts­ur­laub nann­te Paus den 1. Janu­ar 2024. „Wir wol­len das mit einem grö­ße­ren Vor­lauf machen, damit sich alle dar­auf ein­stel­len kön­nen”, sag­te sie. „Für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men sind sol­che Frei­stel­lun­gen gera­de in der Kri­se nicht ganz ein­fach.” Paus beton­te, man wol­le errei­chen, dass die Part­ner nicht mehr regu­lä­ren Urlaub neh­men müss­ten, wenn sie nach der Geburt für ihr Kind da sein wol­len. „Die ers­ten zwei Wochen sind von größ­ter Bedeu­tung für das Neu­ge­bo­re­ne und die Eltern. Und die Frei­stel­lung unter­stützt Eltern in ihrem Wunsch nach part­ner­schaft­li­cher Auf­ga­ben­tei­lung.” Paus mach­te deut­lich, dass sie den Begriff des Vater­schafts­ur­laubs nicht für gelun­gen hält. Die ers­ten zwei Wochen mit einem Baby sei­en „alles ande­re als Urlaub”. Das Wort Vater­schafts­ur­laub sei aber auch des­halb nicht pas­send, „weil Kin­der heu­te in viel­fäl­ti­gen Part­ner­schaf­ten und Lebens­ge­mein­schaf­ten groß wer­den und es nicht nur Väter sind, die frei­neh­men, son­dern zum Bei­spiel auch die Lebens­part­ne­rin der Mutter”.

Foto: Frau­en mit Klein­kin­dern, über dts Nachrichtenagentur

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