FDP kri­ti­siert Blo­cka­de bei Lie­fe­rung von Leopard-Kampfpanzern

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der FDP-Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ker Mar­cus Faber hat die Blo­cka­de der Bun­des­re­gie­rung bei der Lie­fe­rung von Leo­pard-Kampf­pan­zern an die Ukrai­ne kri­ti­siert. „Deutsch­land darf ande­ren Län­dern bei der Hil­fe für die Ukrai­ne nicht im Wege ste­hen”, sag­te Faber den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Sams­tag­aus­ga­ben). „Das Min­des­te ist, dass die Bun­des­re­gie­rung jetzt den Part­ner­staa­ten die Export­ge­neh­mi­gun­gen für Leo­pard-Pan­zer erteilt.” 

Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD) hat­te zuvor mit­ge­teilt, dass die Ent­schei­dung zur Wei­ter­ga­be von Leo­pard-Pan­zern noch nicht gefal­len sei. Auch eine Lie­fe­rung durch Deutsch­land selbst sei bis­her nicht ent­schie­den. Er habe sei­nem Minis­te­ri­um aber den Auf­trag erteilt, Ver­füg­bar­keit und Stück­zahl die­ser Pan­zer zu prü­fen. „Wir berei­ten uns vor für den Fall der Fäl­le”, sag­te Pis­to­ri­us. Faber kri­ti­sier­te, dass das Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um natür­lich wis­se, wel­che Leo­pard-2-Pan­zer die Bun­des­wehr in wel­chen Zustand habe, da dies in den ver­gan­ge­nen Wochen bereits geprüft wor­den sei. Der Auf­trag des neu­en Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters kön­ne daher sehr schnell erfüllt wer­den, so der FDP-Poli­ti­ker. „Zur Vor­be­rei­tung für den Fall der Fäl­le wür­de es außer­dem gehö­ren, dass die Bun­des­re­gie­rung jetzt bereits die Aus­bil­dung ukrai­ni­scher Sol­da­ten an den Leo­pard-Pan­zern vorbereitet.”

Foto: FDP-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.