FDP-Spit­zen­po­li­ti­ker for­dern Pro­fil­schär­fung der Partei

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Kurz vor dem Drei­kö­nigs­tref­fen der Libe­ra­len haben FDP-Spit­zen­po­li­ti­ker ihre Par­tei zu einem neu­en Kurs in der Ampel­ko­ali­ti­on auf­ge­for­dert. „Damit die FDP 2023 zurück auf die Erfolgspur fin­det, muss sie ihr Pro­fil schär­fen”, schrei­ben der Vor­sit­zen­de der baye­ri­schen FDP, Mar­tin Hagen, und der hes­si­sche Spit­zen­kan­di­dat der Libe­ra­len, Ste­fan Naas, in einem gemein­sa­men Posi­ti­ons­pa­pier, über das das „Han­dels­blatt” berich­tet. Die Wäh­ler müss­ten erken­nen kön­nen, „wie die ‘FDP pur‘-Position aussieht”. 

Als kleins­ter von drei Koali­ti­ons­part­nern kön­ne die FDP ihre Vor­stel­lun­gen in der Ampel nicht eins zu eins in Regie­rungs­po­li­tik umset­zen, schrei­ben Hagen und Naas. „Kom­pro­mis­se müs­sen aber bes­ser erklärt und libe­ra­le Ver­hand­lungs­er­fol­ge selbst­be­wuss­ter dar­ge­stellt wer­den”. Das Jahr 2023 müs­se „die Trend­wen­de für die Frei­en Demo­kra­ten brin­gen”. Die Land­tags­wah­len in Bay­ern und Hes­sen im Herbst sei­en „rich­tungs­wei­send für die wei­te­re Ent­wick­lung der FDP bun­des­weit”, schrei­ben die bei­den Spit­zen­kan­di­da­ten, die auch dem Bun­des­vor­stand der Par­tei ange­hö­ren. Kon­kret for­dern Hagen und Naas, dass „Frack­ing nicht län­ger ein Tabu” sein dür­fe. Zudem soll­ten die Atom­kraft­wer­ke län­ger lau­fen. „Eine Ver­län­ge­rung der Lauf­zei­ten deut­scher Kern­kraft­wer­ke über 2023 hin­aus wür­de die deut­sche Strom­ver­sor­gung güns­ti­ger und kli­ma­freund­li­cher machen”, heißt es in dem Papier. Für Bür­ger und Unter­neh­men soll es Steu­er­erleich­te­run­gen geben. „Für die Zukunft muss die FDP deut­lich machen, dass eine ech­te steu­er­li­che Ent­las­tung ihr Ziel ist”, schrei­ben sie. „Dazu gehö­ren eine Sen­kung der Ein­kom­men- und der Kör­per­schaft­steu­er sowie bes­se­re Abschrei­bungs­mög­lich­kei­ten für Wirt­schafts­gü­ter.” Sie for­dern mehr Zuwan­de­rung von Arbeits- und Fach­kräf­ten, wei­sen aber auch auf stei­gen­de Asyl­be­wer­ber­zah­len hin. „Unser Ziel ist mehr Ein­wan­de­rung in unse­ren Arbeits­markt, nicht in unse­ren Sozi­al­staat”, heißt es in dem Papier.

Foto: FDP-Par­tei­zen­tra­le, über dts Nachrichtenagentur

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