FDP und Grü­ne strei­ten über Autobahnbau

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im Streit um die Fra­ge, ob die Ampel­ko­ali­ti­on auch die Pla­nung und den Bau von Auto­bah­nen beschleu­ni­gen will, ste­hen sich FDP und Grü­ne vor dem Koali­ti­ons­aus­schuss am Don­ners­tag wei­ter unver­söhn­lich gegen­über. Der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der FDP, Bernd Reu­ther, stellt sich hin­ter Ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing (FDP). „Für uns ist die Pla­nungs­be­schleu­ni­gung für alle Berei­che der Infra­struk­tur beson­ders wich­tig”, sag­te Reu­ther dem Nach­rich­ten­por­tal T‑Online.

„Die Prio­ri­sie­rung von ein­zel­nen Ver­kehrs­trä­gern macht kei­nen Sinn und ist für uns nicht ver­han­del­bar.” Jan-Nic­las Gesen­hues, umwelt­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen, unter­stützt die Linie von Umwelt­mi­nis­te­rin Stef­fi Lem­ke (Grü­ne). „Unnö­ti­ger Stra­ßen­neu­bau ist ein Haupt­trei­ber von Arten­ster­ben und Kli­ma­kri­se. Wir brau­chen Erhalt statt Neu­bau”, sag­te Gesen­hues dem Nach­rich­ten­por­tal T‑Online. Alle Ver­kehrs­trä­ger gleich zu behan­deln und auch Auto­bah­nen schnel­ler zu pla­nen, hält Gesen­hues für falsch. „Auto­bahn­neu­bau gehört nicht ins über­ra­gen­de öffent­li­che Inter­es­se und setzt fal­sche Prio­ri­tä­ten. Wir brau­chen statt­des­sen Vor­fahrt für die Bahn, den Erhalt von Brü­cken und end­lich mehr Kli­ma­schutz im Ver­kehr. Den Anfang könn­te Herr Wis­sing mit einem Tem­po­li­mit machen.”

Foto: Auto­bahn-Bau­stel­le, über dts Nachrichtenagentur

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