FDP will bei Pla­nungs­ver­ein­fa­chung kei­ne Prio­ri­sie­rung vornehmen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – FDP-Gene­ral­se­kre­tär Bijan Djir-Sarai for­dert, bei der geplan­ten Ver­ein­fa­chung des Pla­nungs­rechts kei­nen Unter­schied zwi­schen Stra­ßen und Bahn­glei­sen zu machen. „Man kann nicht zwi­schen guter und schlech­ter Infra­struk­tur unter­schei­den”, sag­te er der Nach­rich­ten­sei­te von ntv. Es gehe nicht dar­um, dass über­all „wild Auto­bah­nen oder Fern­stra­ßen” gebaut wür­den, son­dern dar­um, Pla­nungs­pro­zes­se zu beschleunigen. 

Im Koali­ti­ons­ver­trag hat­ten SPD, Grü­ne und FDP ver­ein­bart, das Pla­nungs­recht zu ver­ein­fa­chen und „gro­ße und bedeut­sa­me Infra­struk­tur­maß­nah­men” auf den Weg zu brin­gen, die mit „hoher Prio­ri­tät” umge­setzt wer­den sol­len. „Unter sol­chen Infra­struk­tur­maß­nah­men ver­ste­hen wir sys­tem­re­le­van­te Bahn­stre­cken, Strom­tras­sen und Inge­nieurs­bau­wer­ke”, heißt es dort. Ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing (FDP) plant aber, auch Fern­stra­ßen schnel­ler zu pla­nen und bau­en. „Wenn Sie in Deutsch­land auch nur eine Auto­bahn­aus­fahrt bau­en wol­len, sind das Pro­zes­se, die sich jahr­zehn­te­lang hin­zie­hen kön­nen”, so Djir-Sarai. Deutsch­land müs­se den Tur­bo zün­den für Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, wenn es sei­ne Wirt­schaft wie­der auf Kurs brin­gen wolle.

Foto: Blick über Ber­lin, über dts Nachrichtenagentur

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