FDP will For­schung zu Kern­kraft erleichtern

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die FDP plant ein Gesetz, das unter ande­rem die For­schung im Bereich Kern­kraft erleich­tern soll. Den Vor­schlag dafür wird das Par­tei­prä­si­di­um am Mon­tag beschlie­ßen, berich­tet T‑Online. In dem Papier heißt es unter ande­rem, der „Weg hin zu Fort­schritts­tech­no­lo­gien” sol­le der Wis­sen­schaft, For­schern sowie dem tech­no­lo­gi­schen Wett­be­werb über­las­sen wer­den – „sonst wer­den wir von ande­ren Staa­ten abgehängt”. 

Des­halb sol­le ein „Tech­no­lo­gie­frei­heits­prin­zip” gesetz­lich ver­an­kert wer­den. Es geht dabei vor allem um die Tech­ni­ken von Frack­ing, Kern­fu­si­on und Gen­tech­nik. Über die Kern­kraft heißt es in dem Papier, man wol­le „gesetz­ge­be­ri­sche Mög­lich­kei­ten für die Ent­wick­lung der Kern­fu­si­on schaf­fen und die För­de­rung der Fusi­ons­for­schung gezielt stär­ken”. Die Par­tei begrün­det das so: „Damit wir die Kli­ma­zie­le für 2030 und 2045 ver­läss­lich und effi­zi­ent errei­chen, brau­chen wir Tech­no­lo­gie­of­fen­heit.” Der Gene­ral­se­kre­tär der FDP, Bijan Dir-Sarai, bestä­tigt auf Anfra­ge von T‑Online die Plä­ne: „Das ist rich­tig, dass wir das pla­nen.” Zuvor habe sich Deutsch­land „vie­le Chan­cen ver­baut”, so Djir-Sarai wei­ter. Das neue Gesetz soll das ändern. „Noch mehr klein­lau­te Kehrt­wen­den wie etwa zuletzt beim The­ma CCS kann sich unser Land im Wett­be­werb mit den Tech­no­lo­gie­na­tio­nen die­ser Welt nicht leis­ten”, so Djir-Sarai. An CCS, also der unter­ir­di­schen Spei­che­rung von CO2, hat­te zuletzt sich auch Wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) inter­es­siert gezeigt, nach­dem er sich lan­ge Zeit eher ableh­nend gab.

Foto: Atom­kraft­werk, über dts Nachrichtenagentur

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