Frie­dens­no­bel­preis­trä­ge­rin for­dert Kampfpanzer

Kiew (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Olek­san­dra Mat­wijt­schuk, Vor­sit­zen­de der mit dem Frie­dens­no­bel­preis aus­ge­zeich­ne­ten Orga­ni­sa­ti­on „Cen­ter for Civil Liber­ties”, hat Deutsch­land zur Lie­fe­rung von Kampf­pan­zern in die Ukrai­ne auf­ge­for­dert. „Ich kann wirk­lich nicht ver­ste­hen, wie­so die Ukrai­ne kei­ne moder­nen Kampf­pan­zer und Flug­zeu­ge bekommt, nach denen wir seit Mona­ten fra­gen”, sag­te Mat­wijt­schuk der „Bild am Sonn­tag”. „Wir sind bereit, für Frei­heit und Demo­kra­tie zu kämp­fen. Es ster­ben so vie­le, aber wir geben nicht auf. Jedes neue Stück Aus­rüs­tung, jeder Pan­zer kann Leben ret­ten. Jedes Zögern bringt täg­lich Tod.” 

Die Men­schen­rechts­an­wäl­tin macht die zöger­li­che Hal­tung des Wes­tens in der Ver­gan­gen­heit mit­ver­ant­wort­lich für die jet­zi­ge Eska­la­ti­on. „All die Gewalt­ta­ten, die wir in der Ukrai­ne beob­ach­ten, sind das Ergeb­nis der Straf­frei­heit, die Russ­land jahr­zehn­te­lang genie­ßen konn­te”, so Mat­wijt­schuk. Rus­si­sche Trup­pen hät­ten über­all Ver­bre­chen began­gen: in Tsche­tsche­ni­en, Mol­da­wi­en, Geor­gi­en, Mali, Liby­en und Syri­en. „Es hat­te kei­ne Fol­gen. Und jetzt den­ken sie, sie könn­ten tun, was immer sie wol­len. Sie ver­ste­cken es nicht ein­mal. Es ist Teil der rus­si­schen Kul­tur gewor­den. Und das ist gefähr­lich – nicht nur für die Ukrai­ne. Auch für Län­der, die mög­li­che nächs­te Zie­le sein könn­ten.” Für die von ihrer Orga­ni­sa­ti­on doku­men­tier­ten Kriegs­ver­bre­chen in der Ukrai­ne for­dert Mat­wijt­schuk die Ein­rich­tung eines inter­na­tio­na­len Kriegs­ver­bre­cher­tri­bu­nals. „Die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft muss eine Lösung für die Fra­ge nach der Stra­fe fin­den”, sag­te sie. „Wir brau­chen die Unter­stüt­zung der demo­kra­ti­schen Welt für das Kriegs­ver­bre­cher­tri­bu­nal für Putin und sei­ne Regierung.”

Foto: Pan­zer auf Lkw, über dts Nachrichtenagentur

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