Gemein­de­bund warnt vor Schei­tern des 49-Euro-Tickets

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Städ­te- und Gemein­de­bund warnt vor einem Schei­tern des 49-Euro-Tickets. „Die Kom­mu­nen hal­ten es für rich­tig, dass das 49-Euro-Ticket ein­ge­führt wird. Das wird aller­dings nur funk­tio­nie­ren, wenn statt gegen­sei­ti­ger Schuld­zu­wei­sun­gen der ver­ein­bar­te fai­re Finanz­aus­gleich statt­fin­det”, sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Gerd Lands­berg den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tag­aus­ga­ben).

„Das heißt im Klar­text, Bund und Län­der müs­sen die Mehr­kos­ten dau­er­haft über­neh­men, denn weder die Kom­mu­nen noch ihre Ver­kehrs­un­ter­neh­men sind dazu in der Lage.” Dabei dür­fe der Auf­wand, sämt­li­che Tarif­sys­te­me umzu­stel­len, nicht über­se­hen wer­den. Mit sei­ner Kri­tik bezog sich Lands­berg auf Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing, der die Län­der und Kom­mu­nen vor einer Blo­cka­de des 49-Euro-Tickets gewarnt hat­te. „Ich appel­lie­re an alle: Neh­men Sie ernst, dass die Bevöl­ke­rung das Ticket so schnell wie mög­lich will”, sag­te der FDP-Poli­ti­ker den Fun­ke-Zei­tun­gen. „Es muss im Früh­jahr kom­men.” Eigent­lich sei längst geklärt, dass Bund und Län­der jeweils 1,5 Mil­li­ar­den Euro zum Deutsch­land­ti­cket bei­tra­gen, so Wis­sing. „Aber ich habe den Ein­druck, dass die­je­ni­gen, die das Ticket nicht wol­len, immer noch Sand ins Getrie­be streu­en.” Die Umset­zung des Deutsch­land­ti­ckets ist pri­mär eine Auf­ga­be der Län­der und der Ver­kehrs­be­trie­be. „Sobald alle tech­ni­schen Fra­gen geklärt sind, kön­nen wir das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren auf den Weg brin­gen”, sag­te Wis­sing. „Das kann schon Anfang des kom­men­den Jah­res geschehen.”

Foto: Züge von DB Regio, über dts Nachrichtenagentur

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