Gewerk­schaft for­dert Bun­des­po­li­zei in jedem Fernzug

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im gera­de abge­lau­fe­nen Jahr dürf­te laut Anga­ben der Eisen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) die Zahl der Angrif­fe auf Beschäf­tig­te der Deut­schen Bahn gestie­gen sein. 2022 habe es im ers­ten bis drit­ten Quar­tal 2.325 Über­grif­fe auf DB-Mit­ar­bei­ter gege­ben, nach 2.582 im gan­zen Jahr 2021, sag­te eine EVG-Spre­che­rin dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. „Es ist also davon aus­zu­ge­hen, dass die Gesamt­zahl der Über­grif­fe aus 2022 inklu­si­ve des noch nicht vor­lie­gen­den 4. Quar­tals die Zahl von 2021 deut­lich über­stei­gen wird.” 

EVG-Chef Mar­tin Bur­kert for­der­te mehr Poli­zei­prä­senz in den Fern­zü­gen. „Wir benö­ti­gen grund­sätz­lich in jedem Fern­ver­kehrs­zug Bun­des­po­li­zei an Bord. Des­we­gen müs­sen die Stel­len der Bun­des­po­li­zei auf­ge­stockt wer­den”, sag­te der Gewerk­schaf­ter dem RND. „Im Nah­ver­kehr sind regel­mä­ßi­ge Mit­fahr­ten der DB Sicher­heit nötig. Dafür muss der Arbeit­ge­ber sor­gen und die Kos­ten müs­sen die Bestel­ler in den Bun­des­län­dern tra­gen.” Die Gewerk­schaft der Poli­zei (GdP) poch­te auf eine Bahn­hof­si­cher­heits­stra­te­gie. „Wir müs­sen Kon­se­quen­zen aus den Zah­len der Angrif­fe auf Bahn­be­schäf­tig­te zie­hen. Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser muss eine Bahn­hof-Stra­te­gie und ein Inves­ti­ti­ons­pa­ket zur per­so­nel­len Stär­kung der Bun­des­po­li­zei auf den Weg brin­gen”, sag­te GdP-Chef Jochen Kopel­ke dem RND. „Wir brau­chen eine bes­se­re Prio­ri­sie­rung der Kapa­zi­tä­ten von Bun­des­po­li­zei und Lan­des­po­li­zei­en, damit mehr Poli­zis­ten in den Bahn­hö­fen anwe­send und sie schnel­ler nach ein­ge­gan­ge­nen Not­ru­fen aus Zügen vor Ort sein kön­nen.” Die Stra­te­gie müs­se bei­spiels­wei­se die Situa­ti­on in den Brenn­punk­ten berück­sich­ti­gen und, dass zu Stoß­zei­ten beson­ders vie­le Men­schen mit dem Zug oder der Bahn fahren.

Foto: Poli­zis­ten im Zug, über dts Nachrichtenagentur

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