Groß­spen­den an Par­tei­en eingebrochen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Par­tei­en in Deutsch­land haben 2022 deut­lich weni­ger Groß­spen­den erhal­ten als im ver­gan­ge­nen Jahr. Das gehe aus Zah­len des Bun­des­tags her­vor, berich­te­te das ARD-Haupt­stadt­stu­dio am Diens­tag. Die Gesamt­sum­me beläuft sich nur noch auf rund 1,66 Mil­lio­nen Euro – im Bun­des­tags­wahl­jahr 2021 waren es rund 13,5 Mil­lio­nen Euro. 

Die höchs­te Spen­den­sum­me in die­sem Jahr ging mit 570.000 Euro an die CDU – von acht ver­schie­de­nen Spen­dern, dar­un­ter die Unter­neh­mer Susan­ne Klat­ten, Ste­fan Quandt oder auch Klaus-Micha­el Küh­ne. Von den im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en erhiel­ten auch die Grü­nen 190.000 Euro an Groß­spen­den, der Süd­schles­wig­sche Wäh­ler­ver­band (SSW) sogar 500.000 Euro. Im Fall des SSW, der die däni­sche Min­der­heit in Schles­wig-Hol­stein ver­tritt, stam­men die Spen­den vom Kul­tur­mi­nis­te­ri­um in Kopen­ha­gen. Die Regie­rungs­par­tei­en SPD und FDP, aber auch Lin­ke, CSU und AfD beka­men 2022 bis­her kei­ne Spen­de von mehr als 50.000 Euro. Wei­te­re Zuwen­dun­gen gin­gen an die Deut­sche Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei (350.000 Euro) und Volt Deutsch­land (50.001 Euro). Zum Ver­gleich: 2021 hat­te die FDP noch die meis­ten Groß­spen­den bekom­men mit der ins­ge­samt höchs­ten Spen­den­sum­me 4,4 Mil­lio­nen Euro. Die Par­tei­en sind ver­pflich­tet, Ein­zel­spen­den von mehr als 50.000 Euro sofort der Bun­des­tags­prä­si­den­tin zu mel­den. Die­se muss die Anga­ben zeit­nah veröffentlichen.

Foto: Bun­des­tags­ple­num, über dts Nachrichtenagentur

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