Grü­ne for­dern von Lam­brecht mehr Trans­pa­renz wegen Schützenpanzer

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – In der Dis­kus­si­on um Pan­nen am Schüt­zen­pan­zer Puma steigt jetzt auch aus der Koali­ti­on der Druck auf Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht (SPD). Nach der Oppo­si­ti­on for­dern auch die Grü­nen schnel­le­re Auf­klä­rung und mehr Trans­pa­renz gegen­über dem Bun­des­tag. „Einen Plan zu haben, ist gut. Trotz­dem wür­den wir ger­ne sehr bald wis­sen, was das Pro­blem war – und nicht aus Trup­pe und Pres­se Ver­satz­stü­cke zusam­men­su­chen müs­sen”, sag­te Sara Nan­ni, Obfrau der Grü­nen-Bun­des­tags­frak­ti­on im Ver­tei­di­gungs­aus­schuss, der „taz” (Diens­tags­aus­ga­be).

Zuvor hat­te ein Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums in Ber­lin mit­ge­teilt, dass dem Minis­te­ri­um mitt­ler­wei­le ein Sach­stands­be­richt zu Schä­den an den Fahr­zeu­gen vor­lie­ge. Bevor Bun­des­tag und Öffent­lich­keit über den Inhalt infor­miert wür­den, wol­le man aber einen Plan dazu ent­wi­ckeln, „wie der Puma lang­fris­tig auch unter Gefechts­be­din­gun­gen genutzt wer­den könn­te”. Bei einer Übung waren im Dezem­ber alle 18 ein­ge­setz­ten Puma-Schüt­zen­pan­zer mit Schä­den aus­ge­fal­len. Lam­brecht hat­te dar­auf­hin die Beschaf­fung wei­te­rer Pumas infra­ge gestellt und mit Frist bis Jah­res­wech­sel einen Bericht über die Män­gel ange­for­dert. Am Sonn­tag kri­ti­sier­te bereits Flo­ri­an Hahn, ver­tei­di­gungs­po­li­ti­scher Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, dass Lam­brecht den Inhalt unter Ver­schluss hal­te. Der „Welt” sag­te er: „Der Fisch stinkt vom Kopf.”

Foto: Chris­ti­ne Lam­brecht, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.