Grü­ne wol­len mehr staat­li­che Ein­mi­schung bei Rohstoffpolitik

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Grü­nen im Bun­des­tag zei­gen sich zufrie­den mit dem Eck­punk­te­pa­pier für Roh­stoff­po­li­tik des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums. Wirt­schafts­po­li­ti­ke­rin San­dra Det­zer lobt die grö­ße­re Rol­le des Staa­tes in den Plä­nen des Hau­ses unter Lei­tung von Robert Habeck. „Bis vor Kur­zem war Roh­stoff­po­li­tik in Deutsch­land ein Unwort. Der Staat soll­te die Fin­ger davon­las­sen und die Unter­neh­men machen las­sen”, so die Grünen-Politikerin. 

Das habe gera­de in Zei­ten geo­po­li­ti­scher Span­nun­gen ver­hee­ren­de Fol­gen. „Tat­säch­lich dro­hen uns noch in die­sem Jahr­zehnt erheb­li­che Ver­sor­gungs­lü­cken. Hier­ge­gen geht die Bun­des­re­gie­rung nun erst­mals wirk­sam vor.” Die vor­ge­leg­ten Eck­punk­te sol­len Det­zer zufol­ge dazu bei­tra­gen, eine ver­läss­li­che Ver­sor­gung mit kri­ti­schen Roh­stof­fen zu sichern. „Die Ver­sor­gung mit kri­ti­schen Roh­stof­fen ist ele­men­tar für unse­re Wett­be­werbs­fä­hig­keit und den Weg in eine kli­ma­neu­tra­le Zukunft”, so das Mit­glied des Wirt­schafts­aus­schus­ses. In Deutsch­land stün­den dafür Maß­nah­men zum Aus­bau der Kreis­lauf­wirt­schaft, mehr Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz, Recy­cling sowie mehr Lager­hal­tung im Vor­der­grund. „Lang­fris­tig ist die Kreis­lauf­wirt­schaft der ein­zig kli­ma­ver­träg­li­che Weg zu unse­rer Roh­stoff­sou­ve­rä­ni­tät, daher der vor­aus­schau­en­de Cha­rak­ter der geplan­ten Refor­men”, sag­te Detzer.

Foto: Erz­pel­lets, über dts Nachrichtenagentur

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