Grü­ne wol­len zügig Gesprä­che über Prio­ri­tä­ten im Verkehrswegeplan

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Grü­nen ver­lan­gen von Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing (FDP) den schnel­len Beginn von Gesprä­chen über Prio­ri­tä­ten im bestehen­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan. „Es wäre sehr hilf­reich, wenn Minis­ter Vol­ker Wis­sing nun rasch in den Prio­ri­sie­rungs­dia­log über den gel­ten­den, bis 2030 lau­fen­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan ein­stei­gen wür­de”, sag­te der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der Grü­nen-Bun­des­tags­frak­ti­on, Ste­fan Gelb­haar, der „Welt” (Frei­tags­aus­ga­be). Gelb­haar bezog sich dabei auf einen Pas­sus im Koali­ti­ons­ver­trag, wonach die Ampel „einen neu­en Infra­struk­tur­kon­sens bei den Bun­des­ver­kehrs­we­gen” anstrebe. 

Hier­zu wol­le man, so die Ver­ein­ba­rung von SPD, Grü­nen und FDP „einen Dia­log­pro­zess mit Verkehrs‑, Umwelt‑, Wirt­schafts- und Ver­brau­cher­schutz­ver­bän­den star­ten”, um eine „Ver­stän­di­gung über die Prio­ri­tä­ten bei der Umset­zung des gel­ten­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans” zu erzie­len. Die Grü­nen kri­ti­sie­ren nun, dass Wis­sing einen sol­chen Dia­log nicht über den bestehen­den, bis 2030 lau­fen­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan füh­re, son­dern ledig­lich über den noch nicht beschlos­se­nen nächs­ten Plan, der bis 2040 lau­fen soll. Vor Beginn eines ent­spre­chen­den Dia­log­pro­zes­ses im Dezem­ber hat­te das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um auf sei­ner Web­site die­sen Dia­log nur auf den nächs­ten Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan für den Zeit­raum bis 2040 bezo­gen. „Wir haben im Koali­ti­ons­ver­trag gemein­sam fest­ge­legt, dass wir in einem brei­ten Dia­log­pro­zess den gel­ten­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan prio­ri­sie­ren wer­den”, sag­te dazu Gelb­haar. „Jetzt hat das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um zwar tat­säch­lich einen brei­ten Dia­log­pro­zess gestar­tet, aber was vom Minis­te­ri­um dabei bis­her ver­laut­bart wur­de, erweckt den Ein­druck, dass es mit­nich­ten an eine Prio­ri­sie­rung des gel­ten­den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans denkt, der bis 2030 läuft.” Statt­des­sen, so Gelb­haar wei­ter, „deu­tet alles dar­auf hin, dass das Minis­te­ri­um den Dia­log auf den erst noch kom­men­den Plan bis 2040 beschrän­ken will und die­sen Dia­log nicht über den gel­ten­den Plan füh­ren möch­te. Das wür­de nicht dem Koali­ti­ons­ver­trag ent­spre­chen.” Ange­deu­tet wird die­se Kri­tik auch in dem am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Frak­ti­ons­vor­stands der Grü­nen im Bun­des­tag mit dem Titel „Star­ter-Paket für mehr Kli­ma­schutz im Ver­kehrs­sek­tor”. Dar­in heißt es: „Wir haben als Ampel ver­ein­bart, den Bedarfs­plan zu über­prü­fen und lau­fen­de Pro­jek­te gemein­sam abzu­stim­men. Lei­der fehlt es hier an Vor­schlä­gen zur kon­kre­ten Umset­zung des zustän­di­gen Bun­des­res­sorts. Das muss sich drin­gend ändern und die Vor­ga­ben aus dem Koali­ti­ons­ver­trag umge­setzt werden.”

Foto: Nebel auf einer Auto­bahn, über dts Nachrichtenagentur

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