Grü­nen-Frak­ti­ons­vi­ze gegen Ein­kni­cken vor Russland

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – In der Debat­te um die Lie­fe­rung von Leo­pard-2-Kampf­pan­zern an die Ukrai­ne hat Grü­nen-Frak­ti­ons­vi­ze Agnieszka Brug­ger davor gewarnt, sich von Dro­hun­gen Russ­lands ein­schüch­tern zu las­sen. „Den rus­si­schen Droh­ge­bär­den soll­ten wir nicht auf den Leim gehen. Putin schürt bewusst Ängs­te, um uns von wei­te­rer Hil­fe abzu­hal­ten”, sag­te Brug­ger den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mitt­woch­aus­ga­ben).

„Wenn er wei­ter eska­lie­ren will, wird der Kreml zur Not irgend­wel­che Anläs­se erfin­den. Wir haben zudem bereits Waf­fen gelie­fert, die sowohl von der Distanz als auch der Wir­kung wei­ter­ge­hen.” Die Bun­des­re­gie­rung hat kürz­lich die Lie­fe­rung von 40 Mar­der Schüt­zen­pan­zern an die Ukrai­ne beschlos­sen. Eine Unter­stüt­zung mit Leo­pard-2-Kampf­pan­zern lehnt Kanz­ler Olaf Scholz (SPD) bis­her ab. Die Koali­ti­ons­part­ner kri­ti­sie­ren dies. „Die Ukrai­ne benö­tigt eigent­lich schon seit Mona­ten moder­ne Schüt­zen- und Kampf­pan­zer, um wei­te­re rus­si­sche Vor­mär­sche zu stop­pen, Trup­pen sicher zu trans­por­tie­ren und die von Russ­land besetz­ten Gebie­te zu befrei­en, in denen die Men­schen unter dem Ter­ror der Besat­zung lei­den”, sag­te Brug­ger. „Die Ukrai­ne braucht schnell effek­tiv Unter­stüt­zung, auf über 1.000 km Front­län­ge sind 40 Mar­der nur punk­tu­ell eine Hil­fe”, sag­te der FDP-Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ker Mar­cus Faber den Fun­ke-Zei­tun­gen. „Es braucht mehr Mar­der und es wer­den vor allem schnell Kampf­pan­zer gebraucht, um die Inva­si­ons­trup­pen zu stop­pen.” Auch die Uni­on for­dert, die Ukrai­ne mit west­li­chen Kampf­pan­zern zu unter­stüt­zen. „Moder­ne west­li­che Kampf­pan­zer wie der Leo­pard 2 sind den rus­si­schen Pan­zern, die in der Ukrai­ne ein­ge­setzt wer­den, über­le­gen”, sag­te der ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Flo­ri­an Hahn (CSU), den Fun­ke-Zei­tun­gen. „Des­we­gen kann der Leo­pard, im Ver­bund mit dem Mar­der, einen wich­ti­gen Unter­schied aus­ma­chen bei dem Ziel, ukrai­ni­sches Ter­ri­to­ri­um zurück­zu­er­obern. Denn mit dem Kali­ber der Kampf­pan­zer kann in Ergän­zung zum Schüt­zen­pan­zer eine hohe Durch­schlags­kraft erzeugt werden.”

Foto: Grü­nen-Par­tei­zen­tra­le, über dts Nachrichtenagentur

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