Habeck will Muni­ti­ons­pro­duk­ti­on für Ukrai­ne ankurbeln

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) rech­net damit, dass für die an die Ukrai­ne gelie­fer­ten Waf­fen mehr Muni­ti­on her­ge­stellt wer­den muss. „Den Auf­bau einer eige­nen Pro­duk­ti­on für die Pan­zer, die Schüt­zen­pan­zer, die Abwehr­pan­zer, die wir dort hin­brin­gen, die wird es wohl brau­chen”, sag­te Habeck den Fern­seh­sen­dern RTL und ntv. Solan­ge die Ukrai­ne ange­grif­fen wer­de und sich selbst ver­tei­di­gen müs­se, wer­de man ihr Muni­ti­on für die gelie­fer­ten Waf­fen bereit­stel­len müssen. 

„Sonst macht es ja kei­nen Sinn.” Die Ein­rich­tung einer soge­nann­ten Kriegs­wirt­schaft aber lehnt Habeck ab. Dies sei kein Begriff, den er ver­wen­den wür­de, so der Minis­ter. Der Begriff sei his­to­risch defi­niert. „Das heißt, man ord­net alles dem Krieg unter. Da sind wir natür­lich über­haupt nicht und da wol­len wir auch gar nicht hin.” Habeck äußer­te Ver­ständ­nis für Ängs­te in der Bevöl­ke­rung, wonach Deutsch­land durch die Lie­fe­rung von Kampf­pan­zern Gefahr lau­fe, in einen direk­ten Kon­flikt mit Russ­land gezo­gen zu wer­den. „Bedacht­sam­keit, auch Sor­ge, auch Zwei­fel, das per­ma­nen­te Nach­fra­gen und die Dis­kus­si­on dar­über ist nicht nur berech­tigt, son­dern not­wen­dig”, so Habeck. „Gera­de weil es jetzt eine brei­te Alli­anz gibt, sehr vie­le Län­der sich dar­an betei­li­gen, gibt es eine gewis­se Sicher­heit, dass dar­aus dann kei­ne direk­ten nega­ti­ven Kon­se­quen­zen für Euro­pa oder für Deutsch­land folgen.”

Foto: Bun­des­wehr-Pan­zer ´Mar­der´, über dts Nachrichtenagentur

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