Hef­ti­ge Gegen­wehr bei Räu­mung von Lützerath

Lüt­zer­ath (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bei der umstrit­te­nen Räu­mung der Ort­schaft Lüt­zer­ath gibt es hef­ti­ge Gegen­wehr von Kli­ma­ak­ti­vis­ten. Bereits kurz nach Beginn der neu­en Pha­se des Poli­zei­ein­sat­zes kam es am Mitt­woch­mor­gen zu neu­en Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Demons­tran­ten. Laut Poli­zei wur­den Stei­ne und Pyro­tech­nik in Rich­tung der Ein­satz­kräf­te gewor­fen, außer­dem war von Molo­tow-Cock­tails die Rede. 

Bei einer Sitz­blo­cka­de auf der L277 sei ein Shut­tle für Jour­na­lis­ten behin­dert wor­den. Auch bei der Ent­fer­nung von Bar­ri­ka­den und Kon­struk­tio­nen im Umfeld von Lüt­zer­ath durch die Poli­zei sei es zu „Wider­stands­de­lik­ten” von meh­re­ren Per­so­nen gekom­men. Die Akti­vis­ten spra­chen von meh­re­ren ver­letz­ten Per­so­nen in einem Poli­zei­kes­sel, deren Eva­ku­ie­rung ver­hin­dert wer­de. Nach eige­nen Anga­ben haben sich Pro­test­ler von einer alten Auto­bahn­brü­cke über einer Stra­ße abge­seilt und an ande­rer Stel­le eine Stahl­trä­ger-Bari­ka­de errich­tet, die von Poli­zei­be­am­ten frei­ge­schweißt wer­den muss. Die Akti­vis­ten klag­ten dar­über, dass von den Ein­satz­kräf­ten Bau­zäu­ne auf Trak­to­ren ange­lie­fert wür­den und mitt­ler­wei­le der gan­ze Ort umstellt sei. Der Ener­gie­ver­sor­gungs­kon­zern RWE plant, Lüt­zer­ath voll­stän­dig abzu­rei­ßen, um den Tage­bau Garz­wei­ler aus­zu­deh­nen. Die Umsied­lung des Ortes begann 2006 und wur­de im Okto­ber 2022 end­gül­tig abgeschlossen.

Foto: Poli­zei, über dts Nachrichtenagentur

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