Hes­sen kri­ti­siert Länderfinanzausgleich

Wies­ba­den (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der hes­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Boris Rhein (CDU) kri­ti­siert den Län­der­fi­nanz­aus­gleich scharf, möch­te sich der geplan­ten Ver­fas­sungs­kla­ge aus Bay­ern aber vor­erst nicht anschlie­ßen. „Es muss mehr hes­si­sches Geld in Hes­sen blei­ben”, sag­te Rhein (CDU) dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Focus”. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de hat­te Bay­erns Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder (CSU) den Län­der­fi­nanz­aus­gleich als unge­recht gegei­ßelt und erneut eine Kla­ge vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt angekündigt. 

Der Län­der­fi­nanz­aus­gleich müs­se „wie­der auf die Tages­ord­nung”, sag­te nun auch Rhein. Der Minis­ter­prä­si­dent möch­te die „Sys­te­ma­tik” der Aus­gleichs­zah­lun­gen neu dis­ku­tie­ren und „über das The­ma Gerech­tig­keit” spre­chen. Neben Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg gehört Hes­sen mit zu den größ­ten Geber­län­dern in dem Sys­tem, das Geld von den rei­chen zu den ärme­ren Län­dern ver­schiebt. Unter­stüt­zung erhält Boris Rhein von sei­nem Gene­ral­se­kre­tär Man­fred Pentz (CDU), der ins­be­son­de­re Ber­lin als größ­tes Neh­mer­land kri­ti­siert: Er kön­ne es gut ver­ste­hen, „wenn Men­schen es als unge­recht emp­fin­den, wenn hier das Geld erwirt­schaf­tet und in Ber­lin fröh­lich aus­ge­ge­ben wird”, sag­te Pentz dem „Focus”. „Gera­de das Neh­mer­land Ber­lin zeigt immer wie­der ein­drucks­voll, wie man mit Geld aus Geber­län­dern nicht umge­hen soll­te”, so Pentz weiter.

Foto: Hes­si­scher Land­tag, über dts Nachrichtenagentur

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