Hes­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter ruft Kli­ma­be­we­gung zur Mäßi­gung auf

Wies­ba­den (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Hes­sens Vize-Minis­ter­prä­si­dent Tarek Al-Wazir (Grü­ne) hat die Kli­ma­be­we­gung nach den Pro­tes­ten von Lüt­zer­ath zur Mäßi­gung auf­ge­ru­fen. „Nie­mand darf sich über das Gesetz stel­len”, sag­te er der Wochen­zei­tung „Die Zeit”. Er habe Angst davor, dass die Ver­zweif­lung, die man­che spür­ten, zu „furcht­ba­ren Din­gen” füh­ren könnte. 

„Als Kind wur­de ich oft mit­ge­nom­men auf Pro­tes­te gegen die Start­bahn West am Frank­fur­ter Flug­ha­fen. Ich habe gese­hen, wie sich die Kon­fron­ta­ti­on hoch­ge­schau­kelt hat. Am Ende sind zwei Poli­zis­ten erschos­sen wor­den.” Al-Wazir sprach sich zugleich dafür aus, mög­li­ches Fehl­ver­hal­ten der Poli­zei bei den Ereig­nis­sen in Lüt­zer­ath zu unter­su­chen und gege­be­nen­falls zu ahn­den. „Aber pau­schal ‘Poli­zei­ge­walt‘ zu rufen und die Beam­ten zu dämo­ni­sie­ren, das hilft nie­man­dem. Auch in jeder Uni­form steckt ein Mensch”, sag­te der Grü­nen-Poli­ti­ker, der seit 2014 Hes­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter in einer schwarz-grü­nen Regie­rung ist. Auf die Fra­ge, ob die Pro­tes­te den Grü­nen scha­den wür­den, ant­wor­te­te Al-Wazir: „Posi­tiv gesagt: Die Wut vor allem auf uns zeigt ja immer­hin, dass die Kli­ma­be­we­gung Hoff­nung in die Grü­nen setzt.”

Foto: Pro­test­ler an der Abbruch­kan­te bei Lüt­zer­ath, über dts Nachrichtenagentur

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