Ifo: Neue Mehr­heits­ver­hält­nis­se könn­ten US-Wirt­schaft bremsen

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Über­nah­me der Mehr­heit im US-Reprä­sen­tan­ten­haus durch die Repu­bli­ka­ner könn­te nach Ein­schät­zung des Mün­che­ner Ifo-Insti­tuts das Wirt­schafts­wachs­tum der Ver­ei­nig­ten Staa­ten brem­sen. Dies lege eine his­to­ri­sche Ana­ly­se nahe, teil­ten die Wirt­schafts­for­scher am Mon­tag mit. Dem­nach lag das Wirt­schafts­wachs­tum in Jah­ren, in denen der Prä­si­dent die Mehr­heit in bei­den Kam­mern hat­te, durch­schnitt­lich bei 4,2 Pro­zent pro Jahr. 

„Unter geteil­ten Regie­run­gen, bei denen der Kon­gress nicht hin­ter dem Prä­si­den­ten stand, betrug es nur 2,6 Pro­zent pro Jahr”, so Ifo-For­scher Niklas Potraf­ke. Beson­ders groß, näm­lich 2,8 Pro­zent­punk­te, war der Abstand, wenn die Mehr­heit im Reprä­sen­tan­ten­haus gegen den Prä­si­den­ten steht, wie es aktu­ell in den USA der Fall ist. Die Par­la­ments­kam­mer kann eigen­stän­dig Initia­ti­ven bei Haus­halts- und Steu­er­ge­set­zen ergrei­fen und hat eini­ge Kon­troll­funk­tio­nen gegen­über dem Prä­si­den­ten. Der Senat kann bei Haus­halts- und Steu­er­ge­set­zen nicht eigen­stän­dig initia­tiv wer­den, besitzt aber mehr Kon­troll­funk­tio­nen als das Reprä­sen­tan­ten­haus. „Inwie­fern sich die­se his­to­ri­schen Mus­ter wie­der­ho­len, wird sich in den nächs­ten zwei Jah­ren zei­gen”, so Potraf­ke. In der Ana­ly­se wur­de der Zeit­raum von 1861 bis 2021 untersucht.

Foto: Times Squa­re in New York, über dts Nachrichtenagentur

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