IKEA erschließt Lie­fer­quel­len außer­halb Chinas

Delft (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Möbel­kon­zern IKEA erschließt zusätz­li­che Pro­dukt­quel­len außer­halb Chi­nas. „Es gibt Bewe­gung bis zu einem gewis­sen Grad”, sag­te der Chef der IKEA-Hol­ding Ing­ka, Jesper Bro­din, der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung” (FAS). „Aber wir sind eben ein gro­ßer Spie­ler. Wir pro­bie­ren, in der aktu­el­len Lage gute Wege zu finden.” 

Der­zeit sei­en die Lie­fer­ket­ten weit­ge­hend intakt, sag­te Bro­din. „In aller Beschei­den­heit geht es IKEA heu­te groß­ar­tig, was unse­ren Umsatz und unser Wachs­tum angeht – das hat­ten die Bera­ter vor­her nicht so gese­hen. Und das liegt auch dar­an, dass wir unse­re Lie­fer­ket­ten wie­der in Ord­nung haben.” Bis­her mache Chi­na rund 20 Pro­zent der Lie­fe­run­gen aus, sag­te der Kon­zern­ma­na­ger. „Lie­fer­ket­ten funk­tio­nie­ren anders, als vie­le Leu­te den­ken. Wir brau­chen Roh­stof­fe, eine Pro­duk­ti­on, wir müs­sen die Pro­duk­te trans­por­tie­ren und so wei­ter. Für Unter­neh­men unse­rer Grö­ße gibt es auch kei­ne Fabrik mit unge­nutz­ten Kapa­zi­tä­ten, die nur auf unse­ren Auf­trag war­tet. Wenn wir also mehr Lie­fe­ran­ten haben wol­len, dann braucht das eini­ge Zeit, und wir müs­sen inves­tie­ren.” Zudem wol­le IKEA sicher­stel­len, dass der Kon­zern auf die Men­schen und den Pla­ne­ten ach­te. In Deutsch­land sei­en 30 Pro­zent der Pro­duk­te in den Ikea-Restau­rants vegan, sag­te Bro­din der FAS. Um sicher­zu­stel­len, dass Möbel bes­ser wei­ter­ge­ge­ben wer­den kön­nen, ver­bes­se­re der Kon­zern das Auf- und Abbau­en. „Dazu haben wir ein Pro­jekt. Das fing als Qua­li­täts­si­che­rung an, und dann haben wir gemerkt, dass es auch um Nach­hal­tig­keit geht”, sag­te Bro­din der FAS. „Frü­her haben wir tat­säch­lich nur an den Zusam­men­bau gedacht, nicht so sehr ans Aus­ein­an­der­neh­men und wie­der Zusam­men­bau­en. Das war eine Schwach­stel­le. Jetzt gehen wir dazu über, dass Sie die Möbel zusam­men­kli­cken.” Dem­nächst kom­me ein Bil­ly-Regal auf den deut­schen Markt, das Kun­den ohne Werk­zeug zusam­men­bau­en können.

Foto: IKEA in Chi­na, über dts Nachrichtenagentur

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