Indus­trie­ver­band erwar­tet anhal­ten­de Arzneimittelengpässe

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Geschäfts­füh­rer des Indus­trie­ver­bands Pro Gene­ri­ka, Bork Brett­hau­er, erwar­tet durch die von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen (GKV) beschlos­se­nen Maß­nah­men gegen Arz­nei­mit­tel­eng­päs­se kei­ne Ent­span­nung der Lage. „Eine Aus­set­zung der Fest­be­trä­ge für Kin­der­arz­nei­mit­tel, wie sie der GKV-Spit­zen­ver­band offen­sicht­lich plant, ist eine Ges­te – aber sie wird das Pro­blem der Eng­päs­se kurz­fris­tig nicht lösen”, sag­te Brett­hau­er dem „Han­dels­blatt” (Mitt­wochs­aus­ga­be). Es sei unklar, woher die Fie­ber­säf­te plötz­lich kom­men sollen. 

„Unse­re Unter­neh­men pro­du­zie­ren der­zeit rund um die Uhr. Es gibt kei­ne Ware, die kurz­fris­tig auf den Markt kom­men könn­te, nur weil sich der Preis für drei Mona­te erhöht”, sag­te der Ver­bands­chef. „Kurz­fris­tig ist für die letz­ten ver­blie­be­nen Her­stel­ler kei­ne Mehr­pro­duk­ti­on mög­lich, sodass inner­halb weni­ger Mona­te kei­ne Ent­span­nung der Lage ein­tre­ten kann.” Brett­hau­er for­der­te „lang­fris­ti­ge Anrei­ze” für Unter­neh­men wie eine Aus­set­zung der Rabatt­ver­trä­ge und des Preis­mo­ra­to­ri­ums. „Ansons­ten wer­den die höhe­ren Prei­se von den ande­ren Kos­ten­spar­in­stru­men­ten direkt wie­der auf­ge­fres­sen”, sag­te er.

Foto: Tablet­ten, über dts Nachrichtenagentur

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