Innen­mi­nis­te­rin kri­ti­siert Wider­stand gegen Räu­mung von Lützerath

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) hat den Wider­stand gegen die Räu­men der Sied­lung Lüt­zer­ath im Rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier scharf kri­ti­siert. „Wer bren­nen­de Bar­ri­ka­den errich­tet oder sich in wack­li­gen Baum­häu­sern ver­steckt, bringt sich selbst und die Ein­satz­kräf­te in gro­ße Gefahr”, sag­te sie dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Don­ners­tags­aus­ga­ben). „Das ist verantwortungslos.” 

Sie habe „null Ver­ständ­nis für Gewalt” und null Ver­ständ­nis dafür, poli­ti­sche Fra­gen „auf dem Rücken” von Poli­zei­be­am­ten aus­zu­tra­gen. „In einer Demo­kra­tie ent­schei­den Par­la­men­te und demo­kra­tisch gewähl­te Regie­run­gen”, so die Innen­mi­nis­te­rin. Wer sei­ne Anlie­gen mit Gewalt erzwin­gen wol­le, ver­las­se die­sen Kon­sens. „Und wer so han­delt, ris­kiert den Rück­halt und die Akzep­tanz in unse­rer Gesell­schaft, die gera­de im Kampf gegen die Kli­ma­kri­se not­wen­dig ist”, sag­te die SPD-Poli­ti­ke­rin. Wenn Ein­satz­kräf­te atta­ckiert wür­den, sei die Gren­ze des demo­kra­ti­schen Pro­tests über­schrit­ten. Die Minis­te­rin dank­te den Poli­zei­be­am­ten aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet sowie den 600 Kräf­ten der Bun­des­po­li­zei zugleich „sehr herz­lich für die­sen schwie­ri­gen Ein­satz”. An dem Ein­satz in Nord­rhein-West­fa­len sind 14 von 16 Län­der­po­li­zei­en und die Bun­des­po­li­zei beteiligt.

Foto: Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um, über dts Nachrichtenagentur

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