Innen­mi­nis­te­rin zieht „bit­te­re” Silvester-Bilanz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) hat nach den Gewalt­ta­ten gegen Ein­satz­kräf­te an Sil­ves­ter ein har­tes Durch­grei­fen des Staa­tes ange­kün­digt. „Chao­ten und Gewalt­tä­ter haben mit einer mas­si­ven Bru­ta­li­tät Poli­zei- und Ret­tungs­kräf­te atta­ckiert, mit Böl­lern und Rake­ten beschos­sen, behin­dert, bedroht und in gro­ße Gefahr gebracht”, sag­te sie am Mon­tag. Das sei eine „bit­te­re Bilanz”. 

Es sei ein Aus­maß an Gewalt, „das fas­sungs­los und wütend macht”. Und es zei­ge eine Ver­ro­hung, die „kon­se­quen­tes Han­deln” erfor­de­re, so Fae­ser. Die Straf­vor­schrif­ten zum Schutz von Poli­zei- und Ret­tungs­kräf­ten sei­en in den letz­ten Jah­ren „erheb­lich” ver­schärft wor­den – jetzt müss­ten die­se „mit aller Kon­se­quenz ange­wandt und durch­ge­setzt wer­den”. Damit könn­ten „emp­find­li­che Frei­heits­stra­fen” ver­hängt wer­den. Es müs­se „mit der gan­zen Här­te des Geset­zes” bestraft wer­den, Poli­zis­ten, Ret­tungs­sa­ni­tä­ter und Feu­er­wehr­leu­te „bru­tal zu atta­ckie­ren”, for­der­te die SPD-Poli­ti­ke­rin. „Denn die Men­schen, die uns alle schüt­zen, müs­sen voll und ganz dar­auf ver­trau­en kön­nen, dass der Rechts­staat auch sie schützt.” Allein in Ber­lin waren in der Sil­ves­ter­nacht mehr als 100 Per­so­nen fest­ge­nom­men worden.

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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