Innen­mi­nis­te­ri­um jetzt doch für Ver­schär­fung des Strafrechts

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach den Sil­ves­ter-Kra­wal­len soll das Straf­recht nun doch ver­schärft wer­den. Laut eines Berichts der „Bild am Sonn­tag” hat das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um (BMI) am Frei­tag in einem Schrei­ben an die Koali­ti­ons­frak­tio­nen im Deut­schen Bun­des­tag gebe­ten, eine Straf­rechts­ver­schär­fung zu prü­fen. Kon­kret besagt der Vor­schlag von Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD), dass künf­tig das geziel­te Locken von Poli­zei- und Ret­tungs­kräf­ten in einen Hin­ter­halt mit einer Min­dest­frei­heits­stra­fe von einem Jahr Gefäng­nis geahn­det wer­den soll statt wie bis­her mit sechs Monaten. 

Die aktu­el­le Ent­wick­lung einer zuneh­mend bru­ta­len Gewalt gegen Poli­zei- und Ret­tungs­kräf­te unter­strei­che, dass es hier eines kla­ren rechts­po­li­ti­schen Signals bedür­fe, das die beson­de­re Ver­werf­lich­keit die­ser Taten deut­lich her­aus­stel­le und qua­li­fi­ziert bestra­fe, heißt es in dem Schrei­ben wei­ter. Der Blick in ande­re Län­der – etwa Frank­reich – zei­ge, dass die­se Ent­wick­lung, „wenn ihr nicht ent­schie­den begeg­net wer­de, sich in einer noch fort­schrei­ten­den Ver­ro­hung wei­ter zuspit­zen könne”.

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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