Jeder vier­te Ukrai­ne-Flücht­ling will dau­er­haft bleiben

Wies­ba­den (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ein Vier­tel der Ukrai­ner, die nach der rus­si­schen Inva­si­on nach Deutsch­land geflo­hen sind, will dau­er­haft blei­ben. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die, die am Don­ners­tag unter ande­rem vom Bun­des­in­sti­tut für Bevöl­ke­rungs­for­schung vor­ge­legt wur­de. Dem­nach wol­len 34 Pro­zent nach Kriegs­en­de Deutsch­land ver­las­sen, 26 Pro­zent für immer und 13 Pro­zent für meh­re­re Jah­re oder kür­zer in Deutsch­land blei­ben, 27 Pro­zent kön­nen noch kei­ne Aus­sa­ge treffen. 

Ins­ge­samt sind seit dem 24. Febru­ar 2022 allein nach Deutsch­land mehr als eine Mil­li­on Men­schen aus der Ukrai­ne geflo­hen. 17 Pro­zent von ihnen sind bereits erwerbs­tä­tig, die Hälf­te besucht einen Sprach­kurs, und 60 Pro­zent leben in einer eige­nen Woh­nung. Die geflüch­te­ten Kin­der besu­chen Schu­len und eini­ge auch Kitas. Als häu­figs­tes Motiv für die Wahl Deutsch­lands als Ziel­land nann­ten die Geflüch­te­ten, dass bereits Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge, Freun­de oder Bekann­te hier leben (60 Pro­zent). 80 Pro­zent der erwach­se­nen Geflüch­te­ten sind Frau­en, von denen 48 Pro­zent mit min­der­jäh­ri­gen Kin­dern in einem Haus­halt leben. Nur etwas mehr als 20 Pro­zent der Frau­en kamen mit einem Part­ner, wäh­rend dies bei den Män­nern etwas mehr als 70 Pro­zent waren. Über­durch­schnitt­lich vie­le der Geflüch­te­ten wei­sen laut Stu­die ein hohes Bil­dungs­ni­veau auf. 72 Pro­zent ver­fü­gen über Hoch­schul- oder ver­gleich­ba­re Abschlüs­se (in der Ukrai­ne ins­ge­samt: 50 Pro­zent). Die Stu­die wur­de gemein­sam mit dem Insti­tut für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung, dem Bun­des­am­tes für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge und dem Deut­schen Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung erstellt.

Foto: Ankunft von Flücht­lin­gen aus der Ukrai­ne in Deutsch­land, über dts Nachrichtenagentur

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