Kar­tell­amt prüft mög­li­che Abspra­chen zwi­schen Ama­zon und Apple

Bonn (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Bun­des­kar­tell­amt prüft aktu­ell, ob Ama­zon dem IT-Kon­zern Apple bestimm­te Zusa­gen zur Markt­ab­schot­tung gemacht hat. Das sag­te Kar­tell­amts­prä­si­dent Andre­as Mundt der „Rhei­ni­schen Post” (Sams­tag). „Ama­zon ist ja nicht nur direk­ter Ver­käu­fer von Pro­duk­ten, son­dern beein­flusst den Markt sehr viel wei­ter durch die hohe Bedeu­tung des Ama­zon-Markt­plat­zes. Dar­um prü­fen wir, ob Ama­zon mit Mar­ken­her­stel­lern wie Apple Ver­ein­ba­run­gen trifft, die unab­hän­gi­ge Händ­ler beim Ver­kauf die­ser Mar­ken­pro­duk­te behin­dern”, sag­te er. 

Mundt ist nach eige­nen Anga­ben zudem opti­mis­tisch, das schon drei Jah­re lau­fen­de Ver­fah­ren gegen Meta (frü­her Face­book) so abzu­schlie­ßen, dass die Daten von Face­book, Whats­app und Insta­gram wie­der getrennt wer­den müs­sen. „Es lohnt sich, dicke Bret­ter zu boh­ren, obwohl ich mir über die gro­ße Macht von Kon­zer­nen wie Meta/Facebook, Goog­le oder Ama­zon und Apple kei­ne Illu­sio­nen mache.” Beim Ver­fah­ren gegen Meta sei man schon sehr weit gekom­men, sag­te Mundt. „Der Gene­ral­an­walt beim Euro­päi­schen Gerichts­hof hält unse­re Linie für rich­tig. Wenn der EuGH das ähn­lich sehen wür­de, wird sich das OLG in Düs­sel­dorf fest­le­gen müs­sen. Wenn dann eine Tren­nung der Daten für Deutsch­land durch­ge­setzt wird, hät­te dies Signal­wir­kung”, sag­te Mundt.

Foto: Ama­zon-Euro­pa­zen­tra­le in Luxem­burg, über dts Nachrichtenagentur

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