Kom­mu­nen erwar­ten künf­tig mehr Böllerverbotszonen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Kom­mu­nal­ver­bän­de rech­nen als Kon­se­quenz aus der Sil­ves­ter­nacht beim kom­men­den Jah­res­wech­sel mit mehr Böl­ler­ver­bots­zo­nen. „Bis­lang haben die Städ­te, bereits lan­ge vor Coro­na, gute Erfah­run­gen mit Feu­er­werks-Ver­bots­zo­nen gemacht”, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Städ­te­ta­ges. Hel­mut Dedy, dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutschland”. 

„Sie die­nen dazu, Anwoh­ner vor Lärm, his­to­ri­sche Gebäu­de vor Brän­den und Men­schen auf Fei­er­mei­len vor Ver­let­zun­gen zu schüt­zen.” Nach einer genau­en Ana­ly­se der Vor­fäl­le kön­ne es dazu kom­men, „dass beim nächs­ten Jah­res­wech­sel die Böl­ler-Ver­bots­zo­nen aus­ge­wei­tet wer­den oder in Abspra­che mit den Sicher­heits­be­hör­den die Poli­zei­prä­senz erhöht wird”, sag­te Dedy wei­ter. Dabei dür­fe man aber nicht ver­ges­sen, dass der Groß­teil der Men­schen sich an die Regeln gehal­ten habe. Auch der Prä­si­dent des deut­schen Land­kreis­tags, Rein­hard Sager, sag­te dem RND: „Der­zeit ist es im Rah­men der Geset­ze mög­lich, ört­li­che Böl­ler­ver­bo­te vor­zu­se­hen. Das ist auch teil­wei­se gesche­hen.” Sager sieht kei­ne Not­wen­dig­keit für flä­chen­de­cken­de Ver­bo­te. Ohne­hin sei­en Böl­ler­ver­bo­te vor allem für eini­ge Groß­städ­te von Rele­vanz, für die Land­krei­se hin­ge­gen weni­ger. Sowohl Städ­te­tag auch Land­kreis­tag ver­ur­teil­ten die Aus­schrei­tun­gen in der Sil­ves­ter­nacht aufs Schärfs­te. „Dar­in drückt sich der sin­ken­de Respekt eini­ger Tei­le der Bevöl­ke­rung gegen­über dem Staat aus”, so Sager. „Das ist ein tief­ge­hen­des Pro­blem, dem aber nicht mit einem Böl­ler­ver­bot bei­zu­kom­men ist.”

Foto: Sil­ves­ter-Böl­ler, über dts Nachrichtenagentur

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