Kran­ken­kas­sen wol­len Reform der Notaufnahmen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ange­sichts der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on an vie­len Kran­ken­häu­sern schlägt der Spit­zen­ver­band der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen eine Reform der Not­fall­struk­tu­ren vor. „Wir brau­chen regel­haft eine Kom­bi­na­ti­on aus ambu­lan­ter Not­fall­pra­xis und der Kran­ken­haus-Not­auf­nah­me. Ange­sie­delt an geeig­ne­ten Kran­ken­häu­sern, die ent­spre­chen­den Qua­li­täts­kri­te­ri­en ent­spre­chen müs­sen. Als Emp­fang dient ein „gemein­sa­mer Tre­sen”. Dort erfolgt eine pro­fes­sio­nel­le Erst­ein­schät­zung und dann geht es direkt wei­ter in die rich­ti­gen medi­zi­ni­schen Hän­de”, sag­te die Vor­stands­vor­sit­zen­de des GKV-Spit­zen­ver­bands, Doris Pfeif­fer, der „Rhei­ni­schen Post”. 

Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich habe Deutsch­land über­durch­schnitt­lich vie­le Pfle­ge­kräf­te. „Wir haben aller­dings im Ver­gleich zu vie­le Kran­ken­haus­fäl­le, weil zu weni­ge Pati­en­ten ambu­lant ver­sorgt wer­den”, sag­te Pfeif­fer. Sie sei den Pfle­ge­kräf­ten und Ärz­ten für ihr gro­ßes Enga­ge­ment vor Ort sehr dank­bar. „Sie baden gera­de aus, was gesund­heits­po­li­tisch über vie­le Jah­re ver­säumt wur­de. Kurz­fris­tig wer­den die zusätz­li­chen Mil­lio­nen, die kurz vor Weih­nach­ten für die Kin­der­kli­ni­ken beschlos­sen wur­den, etwas Lin­de­rung ver­schaf­fen.” Für den Janu­ar habe man nun zusätz­li­che Maß­nah­men beschlos­sen, um die Kin­der­sta­tio­nen zu ent­las­ten. Dadurch könn­ten Kin­der im Fall einer ärzt­li­chen Emp­feh­lung schnel­ler ent­las­sen wer­den, um Bet­ten für ande­re Kin­der frei zu machen. „Aber wir brau­chen ins­ge­samt eine muti­ge Kran­ken­haus­re­form und ich bin sehr froh, dass die Kran­ken­haus­kom­mis­si­on Mit­te Dezem­ber gute Vor­schlä­ge unter­brei­tet hat.”

Foto: Not­fall­auf­nah­me, über dts Nachrichtenagentur

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