Lau­ter­bach für weib­li­che Berufs­be­zeich­nun­gen auf Beipackzetteln

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lau­ter­bach (SPD) unter­stützt die Initia­ti­ve von Ärz­te­prä­si­dent Klaus Rein­hardt für eine soge­nann­te „gen­der­kon­for­me” Aus­for­mu­lie­rung des Warn­hin­wei­ses bei Arz­nei­mit­teln. Dabei regt der Minis­ter die Ver­wen­dung einer expli­zit weib­li­chen Form an. „Ich wäre sehr dafür, wenn Ärz­tin­nen aus­drück­lich genannt wür­den”, sag­te Lau­ter­bach der „Bild-Zei­tung” (Diens­tag­aus­ga­be).

„Es ent­spricht der Rea­li­tät der Ver­sor­gung. Daher stim­me ich Herrn Rein­hardt zu.” Rein­hard hat­te zuvor laut eines Berichts des „Redak­ti­ons­netz­werks Deutsch­land” kri­ti­siert: „Die gesetz­lich vor­ge­ge­be­ne For­mu­lie­rung passt nicht mehr in die Zeit”. Kern des Streits ist damit auch die Bedeu­tung des „Gene­ri­schen Mas­ku­li­nums”. Sprach­wis­sen­schaft­ler, die der „Gen­der-Spra­che” kri­tisch gegen­über­ste­hen, wei­sen immer wie­der dar­auf hin, dass mit den gene­risch männ­li­chen Bezeich­nun­gen seit Jahr­hun­der­ten sowohl Män­ner als auch Frau­en gemeint sind. Laut Umfra­gen steht auch die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung hin­ter die­sem Grundsatz.

Foto: Karl Lau­ter­bach, über dts Nachrichtenagentur

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