Lem­ke will Was­ser­stra­te­gie noch in die­sem Quar­tal beschließen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Was­ser­stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung soll noch vor Ende März vom Kabi­nett beschlos­sen wer­den. „Für Deutsch­land wer­de ich noch in die­sem Quar­tal die Natio­na­le Was­ser­stra­te­gie ins Bun­des­ka­bi­nett ein­brin­gen”, sag­te Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Stef­fi Lem­ke den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Frei­tag­aus­ga­ben). „In die­ser Stra­te­gie wer­den wir alle Ele­men­te bün­deln, die für eine zukunfts­fä­hi­ge Was­ser­nut­zung im Kon­text der Kli­ma­kri­se not­wen­dig sind.” 

Lem­ke zeig­te sich alar­miert über die aktu­ell sicht­ba­ren Fol­gen der mensch­ge­mach­ten Erd­er­hit­zung in den Alpen. „Die rasant fort­schrei­ten­de Glet­scher­schmel­ze in den Alpen als Fol­ge der Kli­ma­kri­se ist dra­ma­tisch”, so die Minis­te­rin. Nur kon­se­quen­ter Kli­ma­schutz und die Begren­zung der Erd­er­hit­zung kön­ne die ver­blie­be­nen Glet­scher ret­ten. „Gleich­zei­tig müs­sen wir uns in den Alpen und ent­lang der Flüs­se, die durch das Was­ser der Alpen gespeist wer­den, auf Ver­än­de­run­gen des Was­ser­haus­hal­tes ein­stel­len.” Des­halb müss­ten sich die Anrai­ner­staa­ten unter dem Dach der Alpen­kon­ven­ti­on zum Schutz des Was­ser­kreis­laufs in den Alpen aus­tau­schen und von­ein­an­der ler­nen. „Wir müs­sen rasch Anpas­sungs­maß­nah­men ergrei­fen, und zwar über Län­der­gren­zen hin­weg”, sag­te Lem­ke. Dabei müss­ten alle Betei­lig­ten ein­be­zo­gen wer­den, vom Tou­ris­mus über die Land­wirt­schaft bis hin zur Was­ser­ver­sor­gung. Das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um wer­de künf­tig sei­ne För­de­rung von Umwelt­pro­jek­ten im Alpen­raum noch stär­ker auf natür­li­chen Kli­ma­schutz und den Schutz der Bio­di­ver­si­tät aus­rich­ten, so die Minis­te­rin. Der Alpen­raum ver­zeich­ne­te in den ver­gan­ge­nen Wochen unge­wöhn­lich hohe Tem­pe­ra­tu­ren. In der Fol­ge fiel kaum Schnee. Die Glet­scher in den Alpen schrump­fen seit Jahr­zehn­ten als Fol­ge der Klimakrise.

Foto: Was­ser, über dts Nachrichtenagentur

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