Lin­de-Auf­sichts­rat will neue Finanz­re­geln für Deutschland

Frank­furt am Main (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Joe Kae­ser, Mit­glied im Auf­sichts­rat von Lin­de, for­dert neue Regeln für den Finanz­stand­ort Deutsch­land. Im Augen­blick habe die­ser Regeln, die für Lin­de und deren Aktio­nä­re nicht mehr akzep­ta­bel gewe­sen sei­en, sag­te Kae­ser auf dem Welt­wirt­schafts­fo­rum in Davos den Sen­dern RTL und ntv. Die Regeln müss­ten geän­dert wer­den, damit Deutsch­land für gro­ße Bör­sen­un­ter­neh­men wie­der attrak­tiv werde. 

„Es kann ja nicht sein, dass erfolg­rei­che Fir­men dadurch bestraft wer­den, dass sie im Index immer wie­der zurück­ge­stuft wer­den”, so Kae­ser. Dafür müs­se im DAX die Kap­pungs­gren­ze gelo­ckert wer­den. Bis­her darf ein ein­zel­ner Wert maxi­mal zehn Pro­zent der gesam­ten Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung des DAX aus­ma­chen. Lin­de hat­te die­se Gren­ze in den ver­gan­ge­nen Mona­ten immer wie­der durch­bro­chen, wes­halb Index­fonds Akti­en des Unter­neh­mens ver­kau­fen muss­ten. „Das ist natür­lich kein attrak­ti­ver Weg, erfolg­reich zu sein”, kri­ti­siert Kae­ser. Er wür­de sich auch dafür ein­set­zen, dass Lin­de in den DAX zurück­kehrt, wenn sich die Regeln änder­ten. Zuvor hat­ten die Lin­de-Anle­ger mit gro­ßer Mehr­heit beschlos­sen, den deut­schen Leit­in­dex zu ver­las­sen. Die Deut­sche Bör­se ver­liert damit zum März ihr mit Abstand wert­volls­tes Unternehmen.

Foto: Frank­fur­ter Bör­se am Bör­sen­platz in Frank­furt am Main, über dts Nachrichtenagentur

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