Lind­ner will Soli für höchs­te Ein­kom­men nicht verteidigen

Davos (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner hat sich dafür gerecht­fer­tigt, dass nie­mand aus sei­nem Minis­te­ri­um den Soli­da­ri­täts­zu­schlag vor dem Bun­des­fi­nanz­hof ver­tei­digt. „Mein Vor­gän­ger hat ent­schie­den, dem Ver­fah­ren gegen den Soli­da­ri­täts­zu­schlag bei­zu­tre­ten, aber ich habe die­se Ent­schei­dung kor­ri­giert”, sag­te Lind­ner den Sen­dern RTL und ntv auf dem Welt­wirt­schafts­fo­rum in Davos. Damit spielt er auf Bun­des­kanz­ler Scholz an, der damals Finanz­mi­nis­ter war. 

„Wir haben ein gro­ßes Inter­es­se an einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Klä­rung”, so Lind­ner. In sei­nen Augen belas­tet der Soli unver­hält­nis­mä­ßig Spit­zen­ver­die­ner, Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten und Ein­künf­te aus Kapi­tal, etwa für die Alters­ver­sor­gung. „Des­halb ist mei­ne poli­ti­sche Mei­nung: Er gehört abge­schafft. Recht­lich war­ten wir die Recht­spre­chung ab und dann wer­den Kon­se­quen­zen gezo­gen.” Der Bun­des­fi­nanz­hof ver­han­delt dar­über, ob der Soli ab 2020 noch ver­fas­sungs­kon­form ist. Dage­gen klagt ein Ehe­paar, das die Abga­be wei­ter ent­rich­ten muss. Für einen Groß­teil der Steu­er­zah­ler wur­de der Soli abgeschafft.

Foto: Ein­kom­men­steu­er, über dts Nachrichtenagentur

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