Lin­ke kri­ti­siert Räu­mung von Lüt­zer­ath als verfassungswidrig

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Lin­ke hält die Räu­mung von Lüt­zer­ath, wel­che zur Aus­deh­nung des Braun­koh­le-Tage­baus Garz­wei­lers dient, für ver­fas­sungs­wid­rig. „Zahl­rei­che Gut­ach­ten bele­gen, dass der wei­te­re Braun­koh­le­ab­bau nicht nur die Über­schrei­tung der 1,5 Grad-Gren­ze bedeu­tet, son­dern auch das Zwei-Grad-Ziels des Pari­ser Abkom­mens und den Arti­kel 20a des Grund­ge­set­zes ver­letzt”, schrei­ben Kli­ma­po­li­ti­ke­rin und Mit­glied des Par­tei­vor­stands­mit­glied, Didem Aydur­mus, und NRW-Lan­des­par­tei­spre­cher Sascha Wag­ner in einer gemein­sa­men Erklä­rung. „Die Ampel und Schwarz-Grün in NRW han­deln damit klar verfassungswidrig.” 

Pro­fi­te von Groß­un­ter­neh­men und Aktio­nä­ren wür­den so über die Bewohn­bar­keit des Pla­ne­ten gestellt wer­den. Die gesam­te deut­sche Umwelt­po­li­tik sei von Lob­by­in­ter­es­sen bestimmt, schrei­ben die Lin­ken-Poli­ti­ker. „Mehr­heit­lich set­zen die Grü­nen das Green­wa­shing vor­he­ri­ger Regie­run­gen auf höhe­rem Niveau fort.” Aydur­mus und Wag­ner for­dern die Lan­des- und Bun­des­re­gie­rung zu kon­se­quen­tem Kli­ma­schutz und die Poli­zei vor Ort dazu auf, sich nicht zu Hand­lan­gern der Zer­stö­rung zu machen. „Die Kos­ten für die Ver­schlep­pung der Ener­gie­wen­de wer­den vor allem die­je­ni­gen tra­gen, die am wenigs­ten vom fos­si­len Kapi­ta­lis­mus pro­fi­tiert haben”, schrei­ben sie. Die Lin­ke unter­stüt­ze Pro­tes­te und gewalt­frei­en zivi­len Unge­hor­sam gegen den Braun­koh­le­ab­bau im rhei­ni­schen Revier.

Foto: Lin­ken-Par­tei­zen­tra­le, über dts Nachrichtenagentur

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