Lin­ken-Poli­ti­ker dis­ku­tie­ren Fahr­plan für Parteineugründung 

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Poli­ti­ker der Lin­ken um Sahra Wagen­knecht dis­ku­tie­ren einen Fahr­plan für eine mög­li­che Par­tei­neu­grün­dung. Für Ende Mai oder Anfang Juni pla­nen sie eine Kon­fe­renz zu dem The­ma. Dies geht aus dem Pro­to­koll einer inter­nen Sit­zung vom 18. Dezem­ber hervor. 

An der Zoom-Schal­te nah­men mehr als 300 Per­so­nen teil. Ein­ge­la­den hat­ten die Grup­pie­run­gen „Lieb­knecht-Krei­se” und „Sozia­lis­ti­sche Lin­ke”. Laut Pro­to­koll dis­ku­tier­te die Grup­pe, ob sie eine neue Par­tei grün­den oder eine Gegen­macht inner­halb der Lin­ken stär­ken sol­le. Wagen­knecht nahm selbst nicht an der Schal­te teil. Sie ist in der Par­tei umstrit­ten, auch weil sie anläss­lich der Sank­tio­nen von einem „bei­spiel­lo­sen Wirt­schafts­krieg” gegen Russ­land gespro­chen hat­te. An der Sit­zung haben auch die Wagen­knecht-Anhän­ger Diet­her Dehm und Andrej Hun­ko teil­ge­nom­men. Soll­te es zu einer Par­tei­grün­dung kom­men, soll die geplan­te Kon­fe­renz laut Pro­to­koll einen Impuls dafür geben. Die Spal­tungs­plä­ne ver­schärf­ten die Pro­ble­me der Lin­ken, die mit dra­ma­ti­schem Mit­glie­der­schwund kämp­fen müs­sen. Im Jahr 2022 hat sie etwa zehn Pro­zent ihrer ost­deut­schen Par­tei­gän­ger ver­lo­ren. Das geht aus einer Befra­gung des „Spie­gels” unter den Lan­des­ver­bän­den her­vor. Spit­zen­rei­ter waren mit rund elf Pro­zent Abgän­gen die Ber­li­ner Lin­ken, die vor einer Wie­der­ho­lungs­wahl des Abge­ord­ne­ten­hau­ses am 12. Febru­ar ste­hen. Der Thü­rin­ger Lin­ken-Ver­band, der mit Bodo Rame­low den ein­zi­gen Minis­ter­prä­si­den­ten stellt, ver­zeich­ne­te ein Minus von neun Pro­zent, in den ande­ren ost­deut­schen Län­dern waren es zwi­schen neun und zehn Prozent.

Foto: Links­par­tei-Logo auf Par­tei­tag, über dts Nachrichtenagentur

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