Mit­tel­stand zwei­felt an zügi­ger Umset­zung des Gas-Härtefallfonds

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Mit­tel­stands­ver­band BVMW hat Zwei­fel an einer zügi­gen und pro­blem­lo­sen Umset­zung der geplan­ten Här­te­fall­re­ge­lung für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men, die beson­ders von hohen Ener­gie­prei­sen betrof­fen sind. „Die Ein­rich­tung einer Här­te­fall­re­ge­lung für all die­je­ni­gen Unter­neh­men, die durch die bis­he­ri­gen Maß­nah­men nicht genü­gend ent­las­tet wer­den kön­nen, ist längst über­fäl­lig und wur­de vom Mit­tel­stand bereits seit Lan­gem ein­ge­for­dert”, sag­te BVMW-Geschäfts­füh­rer Mar­kus Jer­ger den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. „Gleich­wohl ist die Skep­sis im Mit­tel­stand groß gewor­den, wenn wie­der ein­mal eine neue Ent­las­tungs­maß­nah­me ange­kün­digt wird.” 

Die Unter­neh­men hät­ten in die­sem Jahr „zu vie­le Ent­las­tungs-Bruch­lan­dun­gen erlebt”, um auf eine rei­bungs­lo­se Umset­zung der Beschlüs­se zu ver­trau­en. Das Ener­gie­kos­ten­dämp­fungs­pro­gramm etwa habe nur einen Bruch­teil der betrof­fe­nen Unter­neh­men abge­deckt, das büro­kra­ti­sche Antrags­ver­fah­ren habe für einen schlei­chen­den Abruf der Mit­tel gesorgt. „Wich­tig ist des­halb, dass die Mit­tel nun schnell zur Ver­fü­gung gestellt und die Antrags­ver­fah­ren so unbü­ro­kra­tisch wie mög­lich kon­zi­piert wer­den”, sag­te der Ver­bands-Ver­tre­ter. „Es muss sicher­ge­stellt wer­den, dass das not­wen­di­ge Siche­rungs­netz für den Mit­tel­stand nicht dem Föde­ra­lis­mus zum Opfer fällt.” Ein „Fias­ko” wie beim Ener­gie­kos­ten­dämp­fungs­pro­gramm dür­fe sich bei der jetzt beschlos­se­nen Här­te­fall­re­ge­lung nicht wie­der­ho­len. Die Ener­gie­preis­brem­sen der Bun­des­re­gie­rung sol­len am Don­ners­tag im Bun­des­tag beschlos­sen wer­den, am Frei­tag soll der Bun­des­rat folgen.

Foto: Gas-Hin­weis­schild, über dts Nachrichtenagentur

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