Mün­chen for­dert mehr Geld vom Bund für ÖPNV-Ausbau

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die grü­ne Münch­ner Bür­ger­meis­te­rin Kat­rin Haben­scha­den kri­ti­siert die Bun­des­re­gie­rung dafür, den öffent­li­chen Nah­ver­kehr nicht aus­rei­chend zu för­dern. „Ich appel­lie­re an FDP-Ver­kehrs­mi­nis­ter Wis­sing, die Städ­te und Gemein­den bei der Ver­kehrs­wen­de nicht län­ger im Regen ste­hen zu las­sen”, sag­te die Stell­ver­tre­te­rin des Ober­bür­ger­meis­ters dem „Spie­gel”. „Die Finanz­hil­fen des Bun­des sind im Ver­hält­nis zu den Kos­ten, die auf die Kom­mu­nen zukom­men, völ­lig unzu­rei­chend”, warnt Habenschaden. 

Die nöti­gen Aus­ga­ben gin­gen selbst für eine wohl­ha­ben­de Stadt wie Mün­chen „weit über unse­re finan­zi­el­le Schmerz­gren­ze hin­aus”. Fünf Mil­li­ar­den müs­se man in den kom­men­den Jah­ren allein in den U‑Bahn-Bau inves­tie­ren, wei­te­re Mil­lio­nen in neue Tram­bah­nen und Rad­we­ge. Dem stün­den För­der­mit­tel von bun­des­weit einer Mil­li­ar­de pro Jahr gegen­über. Ab 2025 wird die För­de­rung über die Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rung bei zwei Mil­li­ar­den pro Jahr lie­gen. Die Kri­tik spie­gelt eine här­te­re Gang­art der Bun­des­grü­nen gegen­über dem libe­ra­len Koali­ti­ons­part­ner in der Ver­kehrs­po­li­tik wider, etwa beim Stra­ßen­bau oder bei Dienst­wa­gen. Ohne einen Para­dig­men­wech­sel bei der ÖPNV-För­de­rung sei­en „unse­re Kli­ma­zie­le nicht zu errei­chen”, so Habenschaden.

Foto: Lini­en­netz MVG, über dts Nachrichtenagentur

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