NATO will mehr Pan­zer­lie­fe­run­gen an Ukraine

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg erhöht den Druck auf die Bun­des­re­gie­rung, Leo­pard-2-Pan­zer in die Ukrai­ne zu schi­cken. „Wir sind in einer ent­schei­den­den Pha­se des Krie­ges”, sag­te er dem „Han­dels­blatt” (Mon­tags­aus­ga­be). „Daher ist es wich­tig, dass wir die Ukrai­ne mit den Waf­fen aus­stat­ten, die sie braucht, um zu gewinnen.” 

Mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne sei der schnells­te Weg zum Frie­den. Stol­ten­berg lob­te die Ent­schei­dung von Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD), die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te mit Schüt­zen­pan­zern vom Typ Mar­der aus­zu­rüs­ten. Beim Tref­fen der Ver­bün­de­ten auf der US-Basis Ram­stein am 20. Janu­ar müss­ten nun wei­te­re Beschlüs­se gefasst wer­den. „Die jüngs­ten Zusa­gen für schwe­res Kriegs­ge­rät sind wich­tig – und ich erwar­te schon in naher Zukunft mehr.” Zur Gefahr einer nuklea­ren Eska­la­ti­on, auf die Scholz wie­der­holt ver­wie­sen hat­te, sag­te Stol­ten­berg: „Das Risi­ko eines Ein­sat­zes von Kern­waf­fen ist nied­rig.” Chi­na und ande­re Län­der hät­ten Russ­land die Bot­schaft über­mit­telt, „dass Kern­waf­fen nicht ein­ge­setzt wer­den dür­fen”. Zugleich sprach sich Stol­ten­berg dafür aus, chi­ne­si­sche Inves­ti­tio­nen kri­tisch zu prü­fen: „Wir dür­fen nicht den Feh­ler wie­der­ho­len, den wir mit rus­si­schem Gas gemacht haben. Zu abhän­gig von einem auto­ri­tä­ren Regime bei der Ver­sor­gung mit Roh­stof­fen oder kri­ti­schen Gütern zu sein, macht uns ver­wund­bar.” Auch die­ser Hin­weis rich­tet sich an die Bun­des­re­gie­rung, die den deut­schen Mobil­funk-Betrei­bern trotz Sicher­heits­be­den­ken gestat­tet, im gro­ßen Stil Kom­po­nen­ten des chi­ne­si­schen Her­stel­lers Hua­wei zu verbauen.

Foto: Pan­zer-Trans­port auf der Auto­bahn, über dts Nachrichtenagentur

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