Natur­ka­ta­stro­phen­schä­den auch 2022 auf hohem Niveau

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die welt­wei­ten Schä­den durch Natur­ka­ta­stro­phen sind im Jahr 2022 gegen­über dem Vor­jahr etwas gesun­ken. Sie betru­gen rund 270 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, wovon wie im Vor­jahr etwa 120 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ver­si­chert waren, teil­te die Mün­che­ner Rück am Diens­tag mit. Der Gesamt­scha­den ent­spricht dem­nach dem Durch­schnitt der ver­gan­ge­nen fünf Jah­re, die ver­si­cher­ten Schä­den lie­gen deut­lich dar­über (2017–2021: 97 Mil­li­ar­den US-Dollar). 

Im Vor­jahr lag der Gesamt­scha­den bei 320 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Mehr als ein Drit­tel der Gesamt­schä­den und rund die Hälf­te der welt­wei­ten ver­si­cher­ten Schä­den gehen auf das Kon­to von Hur­ri­kan Ian. Der tro­pi­sche Wir­bel­sturm war im Sep­tem­ber mit Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von fast 250 km/h auf die West­küs­te Flo­ri­das getrof­fen. Nur vier Stür­me waren bis­her beim Auf­tref­fen auf US-Fest­land stär­ker, eini­ge wei­te­re waren ähn­lich stark wie Ian. Er ver­ur­sach­te nach vor­läu­fi­gen Schät­zun­gen einen Gesamt­scha­den von rund 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, davon waren etwa 60 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ver­si­chert. Zweit­teu­ers­te Kata­stro­phe des Jah­res waren laut Mün­che­ner Rück hef­ti­ge Über­schwem­mun­gen als Fol­ge schwe­rer Mon­sun-Regen­fäl­le in Paki­stan. Im August waren die Nie­der­schlä­ge dort fünf bis sie­ben Mal so stark wie sonst üblich. Eine beschleu­nig­te Glet­scher­schmel­ze als Fol­ge der hohen Tem­pe­ra­tu­ren ver­stärk­te das Hoch­was­ser erheb­lich. Min­des­tens 1.700 Men­schen star­ben. Die direk­ten Schä­den wer­den dem Rück­ver­si­che­rer zufol­ge auf min­des­tens 15 Mil­li­ar­den US-Dol­lar geschätzt. Ver­si­chert war davon fast nichts.

Foto: Hoch­was­ser-Hel­fer beim Befül­len von Sand­sä­cken, über dts Nachrichtenagentur

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