Neue Kri­tik an Lam­brecht wegen Puma-Pannen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Uni­on wirft Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht (SPD) Untä­tig­keit bei der Auf­klä­rung der jüngs­ten Aus­fäl­le des Schüt­zen­pan­zers Puma vor. „Der Inha­be­rin der Befehls- und Kom­man­do­ge­walt scheint der eige­ne Weih­nachts­ur­laub wich­ti­ger, als end­lich auf­zu­klä­ren und auf­zu­räu­men”, sag­te der ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Flo­ri­an Hahn (CSU), der „Welt” (Mon­tags­aus­ga­be). „Wenn man sich über aktu­el­le Män­gel bei der Bun­des­wehr wun­dert, kann man fest­hal­ten: Der Fisch stinkt vom Kopf.” 

Die Minis­te­rin habe „ihr eige­nes Ver­spre­chen nach schnellst­mög­li­cher Trans­pa­renz gebro­chen”. Hahn hat­te nach der Ankün­di­gung der Minis­te­rin vom 19. Dezem­ber, „bis Ende nächs­ter Woche eine Ana­ly­se durch betei­lig­te Stel­len des Minis­te­ri­ums und der Bun­des­wehr, der Hee­res­in­stand­set­zungs­lo­gis­tik GmbH sowie der Indus­trie” zu beauf­tra­gen, eine Berichts­bit­te an das Minis­te­ri­um über­mit­telt und „um den aktu­el­len Sach­stand, die Ergeb­nis­se die­ser umfas­sen­den Lage­fest­stel­lung, Per­spek­ti­ven und geplan­te wei­te­re Maß­nah­men” bis zum 31. Dezem­ber gebe­ten. Er erhielt kei­ne Ant­wort. Bei einer Schieß­übung im Dezem­ber waren 18 Puma-Schüt­zen­pan­zer mit tech­ni­schen Defek­ten aus­ge­fal­len, wofür Lam­brecht die Indus­trie ver­ant­wort­lich mach­te. Hahn zwei­felt an die­ser ein­sei­ti­gen Schuld­zu­wei­sung: „Die Minis­te­rin lag in der Erst­dia­gno­se offen­sicht­lich völ­lig dane­ben”, sag­te der CSU-Politiker.

Foto: Chris­ti­ne Lam­brecht, über dts Nachrichtenagentur

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