Nie­der­sach­sens Regie­rungs­chef ver­tei­digt Mas­ken-Aus im Nahverkehr

Han­no­ver (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nie­der­sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil hält die Abschaf­fung der Mas­ken­pflicht im Nah­ver­kehr zum 2. Febru­ar trotz des erst­ma­li­gen Nach­wei­ses der Coro­na­vi­rus-Vari­an­te XBB.1.5 im Bun­des­land für ver­tret­bar. „Wir haben die Pan­de­mie unter Kon­trol­le”, sag­te der SPD-Poli­ti­ker der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung” (Sams­tags­aus­ga­be). „Wir befin­den uns mit­ten im Win­ter. Da sind die Infek­ti­ons­zah­len in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren immer rich­tig nach oben geschnellt.” 

In die­sem Jahr stel­le man das Gegen­teil fest, so der nie­der­säch­si­sche Regie­rungs­chef. „Die Zah­len gehen deut­lich zurück, und auch auf die neue Muta­ti­on springt unser Immun­schutz offen­bar gut an.” Nicht fest­le­gen woll­te sich Weil in der Fra­ge, ob die Mas­ken­pflicht in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen noch zeit­ge­mäß ist. „Man muss sicher­lich sehen, dass das per­ma­nen­te Tra­gen einer Mas­ke für das medi­zi­ni­sche Per­so­nal eine sehr gro­ße Belas­tung ist.” Man sol­le in die­ser Fra­ge jedoch den Rat von Exper­ten ein­ho­len, so der Minis­ter­prä­si­dent. „Da gibt es Men­schen, die sind da klü­ger als ich.” Die Mas­ken­pflicht in Pra­xen, Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ist im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz bun­des­weit gere­gelt und bleibt damit laut Lan­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um auch in Nie­der­sach­sen zunächst wei­ter­hin in Kraft. In Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen gilt dar­über hin­aus noch eine Test­pflicht. Über­dies rief der Minis­ter­prä­si­dent noch ein­mal zur Coro­na-Schutz­imp­fung bezie­hungs­wei­se zum Boos­tern auf. „Wer sich imp­fen lässt, lebt sicherer.”

Foto: Men­schen mit Mas­ke, über dts Nachrichtenagentur

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