NRW-Innen­mi­nis­ter will här­te­re Stra­fen für Atta­cken auf Polizisten

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – NRW-Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul (CDU) spricht sich nach den Sil­ves­ter-Kra­wal­len in vie­len deut­schen Städ­ten für schär­fe­re gesetz­li­che Mög­lich­kei­ten aus, um gegen Atta­cken von Grup­pen vor­zu­ge­hen. Das sag­te er dem Maga­zin „24Rhein”. In der Sil­ves­ter­nacht hat­ten Grup­pen meist jun­ger Män­ner Poli­zis­ten und Ret­tungs­kräf­te atta­ckiert und mit Rake­ten und Böl­lern bewor­fen, mut­maß­lich hat­ten Per­so­nen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund einen sehr hohen Anteil. 

Bun­des­weit hat­te das für Empö­rung gesorgt. Es sei aller­dings schwie­rig, die Täter zur Rechen­schaft zu zie­hen, so Reul: „Wir haben häu­fig ein Pro­blem, die Täter zu erken­nen. Wenn Taten aus Grup­pen her­aus pas­sie­ren, ist es schwer, einen Ver­däch­ti­gen zu iden­ti­fi­zie­ren. Gerich­te brau­chen aber Namen und Bewei­se.” Des­halb brau­che es bei der Straf­ver­fol­gung bes­se­re Mög­lich­kei­ten zur Hand­ha­be: „Auch gesetz­lich könn­te man mög­li­cher­wei­se nach­schär­fen, um die­je­ni­gen, die als Grup­pe einen Schutz­wall um die Täter bil­den, davon kon­se­quen­ter abzu­hal­ten oder aber sie dafür straf­recht­lich ver­ant­wort­lich zu machen”, so Reul. Ob es Ver­bin­dun­gen zwi­schen den jun­gen Ran­da­lie­rern und kri­mi­nel­len Clan­struk­tu­ren im Ruhr­ge­biet gebe, kön­ne er nicht aus­schlie­ßen: „Aber ich kann es auch nicht nach­wei­sen”, so Reul.

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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