Nur Bruch­teil von Wald­för­der­pro­gramm in 2022 ausgezahlt

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Von den im ver­gan­ge­nen Jahr im Rah­men des Wald-Kli­ma-Pakets zur Ver­fü­gung gestell­ten 200 Mil­lio­nen Euro Steu­er­mit­teln sind nur 1,29 Mil­lio­nen Euro aus­ge­zahlt wor­den. Das geht aus Anga­ben des Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums her­vor, über die die West­fa­len­post (Sams­tags­aus­ga­be) berich­tet. Das Pro­gramm soll Wald­be­sit­zen­de und Kom­mu­nen dabei unter­stüt­zen, den Wald kli­ma­an­ge­passt zu bewirtschaften. 

Bis zum Jahr 2026 sind dafür ins­ge­samt 900 Mil­lio­nen Euro vor­ge­se­hen, der Betrag ist auf meh­re­re Jah­re auf­ge­teilt. Antrag­stel­ler müs­sen sich bereit erklä­ren, ihren Wald min­des­tens zehn Jah­re kli­ma­an­ge­passt zu bewirt­schaf­ten, also zum Bei­spiel der Natur­ver­jün­gung Vor­rang zu geben oder Wald­flä­chen still­zu­le­gen. Von einem Miss­erfolg woll­te das Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin gegen­über jedoch nicht spre­chen. „Der Andrang auf die För­de­rung geht im neu­en Jahr unver­min­dert wei­ter”, sag­te eine Spre­che­rin. Mit dem Pro­gramm sei ein Para­dig­men­wech­sel ein­ge­lei­tet wor­den sei, so das Minis­te­ri­um. Erst­mals könn­ten die Wald­be­sit­zen­den statt nur mit Holz auch mit gesell­schaft­li­chen Leis­tun­gen in ihren Wäl­dern einen Teil ihres Ein­kom­mens erlö­sen. „Mit die­ser Art der För­de­rung im Wald­be­reich betre­ten wir abso­lu­tes Neu­land. Aus die­sem Grund erfor­der­te die Aus­ar­bei­tung und Abstim­mung des Pro­gramms auch viel Zeit, wes­halb das Wald-Kli­ma-Paket spä­ter als ursprüng­lich geplant star­te­te”, sag­te die Spre­che­rin. Anträ­ge konn­ten erst ab dem 11. Novem­ber 2022 ein­ge­reicht wer­den. Das Minis­te­ri­um räum­te der Zei­tung gegen­über ein, dass auf­grund der Jähr­lich­keit des Bun­des­haus­halts die Mit­tel grund­sätz­lich nur für ein Jahr zur Ver­fü­gung stünden.

Foto: Wald, über dts Nachrichtenagentur

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