Özd­emir rech­net nicht mit sin­ken­den Lebensmittelpreisen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Cem Özd­emir (Grü­ne) rech­net nicht mit sin­ken­den Lebens­mit­tel­prei­sen. „Die Preis­stei­ge­run­gen lie­gen an Putins Krieg und haben nichts mit Kli­ma- und Arten­schutz zu tun”, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post” (Mitt­wochs­aus­ga­be). Solan­ge der rus­si­sche Prä­si­dent Krieg gegen die Ukrai­ne füh­re, „wer­den wir irgend­wie mit den Fol­gen umge­hen müssen”. 

Der Bun­des­re­gie­rung sei bewusst, „wie schwie­rig das für vie­le ist, und wir haben des­halb einen mil­li­ar­den­schwe­ren Schutz­schirm gespannt und meh­re­re Ent­las­tungs­pa­ke­te auf den Weg gebracht”. Zur Ehr­lich­keit gehö­re aber auch, „dass wir die Fol­gen des rus­si­schen Krie­ges nicht unge­sche­hen machen kön­nen”. Zugleich sag­te der Minis­ter: „Die Ver­säum­nis­se der Ver­gan­gen­heit rächen sich jetzt. Stich­wort Abhän­gig­keit von rus­si­schem Gas und fos­si­len Ener­gien, so her­um wird ein Schuh draus.” Wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) habe daher „den Tur­bo beim Aus­bau der Erneu­er­ba­ren ange­wor­fen”. Beim Kli­ma- und Arten­schutz sei es ähn­lich. „Wir müs­sen unse­re natür­li­chen Grund­la­gen jetzt schüt­zen. Natur­ge­set­ze las­sen nicht mit sich ver­han­deln”, sag­te Özdemir.

Foto: Bio­la­den, über dts Nachrichtenagentur

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